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Taliban in Afghanistan - Al-Kaida gratuliert: "Historischer Sieg"

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Das Terrornetzwerk Al-Kaida beglückwünscht die Taliban zu ihrem Sieg in Afghanistan. Das afghanische Volk sei nun aufgerufen, den Taliban zu vertrauen und sie zu unterstützen.

Kämpfer der Taliban in Kabul.
Kämpfer der Taliban in Kabul.
Quelle: Khwaja Tawfiq Sediqi/AP/dpa

Das Terrornetzwerk Al-Kaida hat den Taliban zur Machtübernahme in Afghanistan gratuliert und mit Blick auf den US-Abzug aus dem Land von einem "historischen Sieg" gesprochen. Das "Generalkommando" Al-Kaidas verbreitete über seinen Propagandaflügel Al-Sahab am Dienstagabend eine zweiseitige Mitteilung. Unter anderem heißt es darin:

Das afghanische Debakel Amerikas und der Nato markiert den Anfang vom Ende einer dunklen Ära westlicher Vorherrschaft und militärischer Besatzung islamischer Länder.
Al-Kaida

"Zu diesem historischen Ereignis möchten wir das islamische Emirat beglückwünschen, besonders (Taliban-Führer) Haibatullah Achundsada", teilte Al-Kaida mit. "Gott hat uns den Sieg versprochen und Bush die Niederlage, wir werden sehen, welches Versprechen erfüllt wird", schreiben die Autoren mit Verweis auf den früheren US-Präsidenten George W. Bush, der den US-Einmarsch in Afghanistan nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 angeordnet hatte.

Bundesaußenminister Heiko Maas geht davon aus, dass noch 300 deutsche Staatsbürger in Afghanistan sind, zudem würden sich weiter ehemalige Ortskräfte als Ausreisewillige melden. Die Taliban hätten sich bereit erklärt, Ausreisen zuzulassen.

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Taliban versprachen USA Distanzierung von Al-Kaida

US-Truppen hatten die Taliban 2001 aus Kabul vertrieben, die Mitgliedern des Terrornetzwerks Unterschlupf gewährt hatten. Heute ist Al-Kaida laut einem UN-Bericht vom Mai 2020 etwa in einem Drittel der afghanischen Provinzen aktiv. Die Beziehungen mit den militant-islamistischen Taliban sind demnach weiter eng. Die Taliban hatten sich im Februar 2020 in einem Abkommen mit den USA eigentlich dazu verpflichtet, ihre Zusammenarbeit mit Al-Kaida zu kappen.

Das Terrornetz Al-Kaida ("Die Basis") wurde Ende der 1980er Jahre im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet gegründet und kämpft für eine islamistische Weltordnung. Al-Kaida-Chef Osama bin Laden, der als Kopf der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA galt, wurde 2011 in Pakistan von einer US-Spezialeinheit getötet.

Nach den Anschlägen von 9/11 liefert sich die CIA eine jahrelange Verfolgungsjagd mit Osama bin Laden. Beteiligte CIA-Agenten berichten zum ersten Mal von ihrer geheimen Mission.

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84 min
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Al-Kaida mit Terrormiliz IS verfeindet

Al-Kaida ist nach Einschätzung der Denkfabrik Soufan Group heute "unermesslich stärker" als zum Zeitpunkt der Anschläge von 9/11 vor 20 Jahren. Das Netzwerk zählt demnach weltweit 30.000 bis 40.000 Mitglieder mit Ablegern unter anderem im Nahen Osten, Nordafrika, Südasien und auf der Arabischen Halbinsel. Trotz vieler Rückschläge könne Al-Kaida nach dem US-Abzug jetzt auch in Afghanistan wieder Kraft sammeln und neue Mitglieder gewinnen.

Mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist Al-Kaida trotz ähnlicher dschihadistischer Ideologie tief verfeindet.

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Gastgeber der WM 2022 - Verhältnis zu Taliban: Wo steht Katar? 

Katar - als Ausrichter der WM 2022 - soll angeblich die Taliban aktiv im Kampf in Afghanistan unterstützen. Stimmt das? Ein Überblick.

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