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Nach monatelanger Blockade - "Alan Kurdi" darf Hafen in Olbia verlassen

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Die italienische Küstenwache hatte die "Alan Kurdi" im Oktober 2020 festgesetzt. Jetzt darf das Seenotrettungsschiff den Hafen in Olbia auf Sardinien wieder verlassen.

Archiv:Das Rettungsschiff Alan Kurdi am 06.05.2020 in Palermo
Das Schiff der Regensburger Seenotrettungsorganisation Sea-Eye ist nach sechs Monaten Zwangspause in Italien wieder frei.
Quelle: picture alliance / FOTOGRAMMA

Das deutsche Hilfsschiff "Alan Kurdi" darf nach rund sechs Monaten Blockade in Italien wieder vorläufig in See stechen, wie die Betreiberorganisation Sea-Eye am Sonntag mitteilte. Ein Gericht auf der Insel Sardinien habe in einer Eilentscheidung festgelegt, dass die "Alan Kurdi" nicht länger von den Behörden festgehalten werden dürfe, sondern zu Wartungen nach Spanien fahren dürfe.

"Das ist ein Zwischenerfolg; das Verfahren ist damit noch nicht beendet", erläuterte Gorden Isler von Sea-Eye.

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Rettungsschiff sechs Monate festgehalten

Die Organisation war gegen die Festsetzung des Rettungsschiffs durch die italienische Küstenwache vom 9. Oktober 2020 vorgegangen. Nach einer Anhörung vom Mittwoch habe das Verwaltungsgericht in Cagliari am Freitag den Beschluss gefasst, hieß es.

Der Verhandlungstermin in der Hauptsache, wo über die Rechtmäßigkeit der Festsetzung entschieden wird, wurde laut Sea-Eye auf den 3. November 2021 gelegt.

Drei Tage, 300 Gerettete: Monate durfte die "Sea-Watch" nicht aus einem Hafen in Spanien. auslaufen. Vor der lybischen Küste treffen die Seenotretter nun auf ein Flüchtlingsboot nach dem anderen.

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Sea-Eye: Italien will Seenotrettung ausbremsen

Die Küstenwache hatte die "Alan Kurdi" nach mehreren Einsätzen zur Rettung von Bootsmigranten in Olbia auf Sardinien gestoppt. Sea-Eye interpretiert dies als Teil einer Strategie der italienischen Behörden. Diese wollten die zivile Seenotrettung von Migranten im Mittelmeer ausbremsen, so die Organisation mit Sitz in Regensburg in Bayern.

Die Festsetzung bedeute für Sea-Eye auch eine hohe finanzielle Belastung, da es weiter eine Besatzung auf dem Schiff geben müsse. Wann genau die "Alan Kurdi" Richtung Spanien auslaufen werde, sei noch nicht sicher, sagte Isler.

Italien hat schon mehrfach verschiedene private Schiffe in Häfen kontrolliert und wegen angeblicher Sicherheitsmängel länger gestoppt.

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