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Flüchtlingsunterkünfte - Weniger Angriffe auf Heime, aber mehr Gewalt

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In Deutschland gibt es im Schnitt pro Woche mindestens einen Anschlag auf ein Flüchtlingsheim. Das geht aus vorläufigen Zahlen des Bundesinnenministeriums hervor.

Ein kleines Mädchen in einer Flüchtlingsunterkunft in Deutschland
Ein kleines Mädchen in einer Flüchtlingsunterkunft in Deutschland.
Quelle: dpa

In Deutschland gibt es rechnerisch allwöchentlich mindestens einen Anschlag auf ein Flüchtlingsheim. Entsprechende vorläufige Zahlen gehen aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Links-Fraktion hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) vorliegt.

Demnach verzeichneten die Behörden im ersten Halbjahr 34 Vorfälle. Das sei zwar deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum mit 45 Fällen, doch zeige sich eine zunehmende Gewaltbereitschaft der meist rechtsradikalen Täter.

Zahl der Übergriffe gesunken

Die meisten Straftaten haben laut Bericht einen rechtsradikalen Hintergrund. Meist handele es sich um Sachbeschädigung, Schmierereien und Propaganda sowie um Überfälle oder Gewaltdelikte. In einigen Fällen gehe es auch um Brandstiftung und gefährliche Körperverletzung.

Sie geben sich konservativ, bürgerlich und intellektuell. Und sie wollen keine Nazis und Faschisten sein: die "Neuen Rechten". Aber was wollen sie? Und was sind ihre Strategien?

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Insgesamt zeigt laut der NOZ der Trend seit dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 kontinuierlich nach unten. Damals habe man 1.047 Übergriffe gegen Flüchtlingsunterkünfte verzeichnet, mithin im Schnitt fast drei am Tag. 2020 wurden noch 84 solcher Straftaten gezählt, also weniger als vor der Flüchtlingskrise.

Übergriffe werden gewalttätiger

Als Grund dafür gilt, dass inzwischen weniger Flüchtlinge nach Deutschland kommen und weniger in Asylunterkünften wohnen. Außerhalb der Unterkünfte müssen Flüchtlinge aber laut Bericht häufiger mit Beleidigungen oder Attacken rechnen.

Im ersten Halbjahr 2021 wurden demnach 461 Übergriffe gezählt; halb so viele wie im Vorjahreszeitraum (879). Allerdings würden die Übergriffe immer gewalttätiger.

Zudem gab es trotz der Corona-Beschränkungen des öffentlichen Lebens der Zeitung zufolge im ersten Halbjahr bundesweit 56 Aufmärsche von Rechtsextremisten, kaum weniger als im Vorjahreszeitraum (60). Die Zahl der Rechtsrock-Konzerte und rechten Musikveranstaltungen habe sich dagegen von 61 auf 28 halbiert.

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