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Bundesanwaltschaft - Anklage gegen mutmaßliche Rechtsextremisten

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Gegen zwölf mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer einer rechten Terrorzelle ist Anklage erhoben worden. Sie sollen Anschläge auf Politiker und Asylbewerber geplant haben.

Archiv: Blick auf das Gebäude der Bundesanwaltschaft am 12.04.2017 in Karlsruhe
Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat Anklage gegen zwölf Tatverdächtige erhoben.
Quelle: dpa

Rund neun Monate nach der Zerschlagung einer rechtsextremen Terrorzelle hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen zwölf Tatverdächtige erhoben. Sie sollen sich vor dem Stuttgarter Oberlandesgericht (OLG) verantworten, wie die Nachrichtenagenturen AFP und dpa unter Berufung auf Kreise berichten.

Den Männern wird Mitgliedschaft und Unterstützung einer rechtsterroristischen Vereinigung vorgeworfen. Die sogenannte Gruppe S soll unter anderem Anschläge auf Politiker und Moscheen geplant haben.

Razzien gegen "Gruppe S" im Februar

Ziel der Gruppierung, die im vergangenen Februar aufgeflogen war, soll es nach früheren Ermittlerangaben gewesen sein, durch Anschläge in Deutschland "bürgerkriegsähnliche Zustände" herbeizuführen. Die von mehreren der Beschuldigten im September 2019 gegründete Zelle soll demnach beabsichtigt haben, die Staats- und Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik "zu erschüttern und letztlich zu überwinden".

Im Februar gab es umfangreiche Durchsuchungen gegen die Gruppe in mehreren Bundesländern. Bei den Razzien fanden die Polizeibeamtinnen und -beamten Berichten zufolge mehrere Waffen, darunter Messer und selbstgebaute Handgranaten. Den Männern werden daher auch waffenrechtliche Verstöße vorgeworfen.

Grünen-Politiker Habeck und Hofreiter im Visier der rechten Terrorzelle

Ziele der Anschläge sollen Berichten zufolge unter anderem die Grünen-Politiker Anton Hofreiter und Robert Habeck gewesen sein. Nach einem früheren "Spiegel"-Bericht war in einem von den Behörden überwachten Gespräche davon die Rede, dass Mitglieder der Gruppe in "zehn Bundesländern" zuschlagen sollten.

Die mutmaßlichen Mitglieder und Unterstützer der Gruppe sollen sich in unterschiedlicher Beteiligung mehrfach getroffen und über Chatgruppen und per Telefon untereinander in Kontakt gestanden haben.

Nach Informationen des SWR wird elf Männern vorgeworfen, Mitglieder der Gruppe zu sein. Zwei von ihnen sollen als Rädelsführer agiert haben. Ein zwölfter Mann soll die "Gruppe S" als Helfer unterstützt haben. Der Staatsschutzsenat des OLG Stuttgart muss nun über die Zulassung der Anklage entscheiden.

In Polen festgenommener Deutscher hatte wohl Kontakt zu "Gruppe S"

Ein Ende September von polnischen Spezialkräften festgenommener mutmaßlicher deutscher Rechtsextremist soll nach "Spiegel"-Informationen Kontakt zur "Gruppe S" gehabt haben. Bei der Polizeiaktion gegen den in Polen lebenden 62-Jährigen waren 1,2 Kilogramm Sprengstoff und Munition gefunden worden.

Polizeiauto mit Blaulicht (Archivbild vom 20.10.2017)

Nach Razzien - Mutmaßlich rechte Terrorzelle: Zwölf Festnahmen 

Sie sollen Anschläge geplant haben, um "bürgerkriegsähnliche Zustände" zu verursachen. Nun hat der Generalbundesanwalt zwölf mutmaßliche rechte Terroristen festnehmen lassen.

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