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Interview

Grünen-Chefin zu Klimapolitik - Baerbock: "Wir haben alle nicht genug getan"

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Annalena Baerbock betont im ZDF, für den Klimaschutz brauche es die Grünen auch weiterhin. Bei "Was nun?" distanziert sie sich zudem erneut klar von Parteikollege Boris Palmer.

Das Interview mit Annalena Baerbock in voller Länge.

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20 min
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Klimaziele dürfen keine "heiße Luft" bleiben, sagt die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, bei "Was nun, ...?". Für entschlossenen Klimaschutz brauche es die Grünen auch weiterhin.

Denn: Um die Erderwärmung auf "möglichst 1,5 Grad zu stabilisieren", seien "dringend, dringend Maßnahmen" nötig. Das heiße: massiver Ausbau der erneuerbaren Energien, den Kohleausstieg vorzuziehen und ein Ende des fossilen Verbrennungsmotors.

Zu alledem, "jedenfalls Stand letzte Woche", seien Union und SPD noch nicht bereit gewesen, so Baerbock im Interview mit ZDF-Chefredakteur Peter Frey und Bettina Schausten, der stellvertretenden Chefredakteurin des ZDF.

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Baerbock: Gemeinsame Aufgabe, den Planeten zu retten

Den Planeten zu retten, sei eine "gemeinsame Aufgabe". "Ich weiß genau, was ich kann, was ich einbringe", sagte Baerbock und verwies etwa auf die Sondierungen rund um den Kohleausstieg in Ostdeutschland, an denen sie beteiligt war.

Es bringe nichts zu sagen, "ihr habt aber dort und dort etwas falsch gemacht".

Wir haben alle nicht genug getan. Ansonsten würden wir bei den Klimazielen ein Stückchen weiter sein.
Annalena Baerbock, Grünen-Kanzlerkandidatin

Von einem klaren Plan fürs Klima könnten auch Unternehmen profitieren, so Baerbock. Dies verschaffe Planungssicherheit, wodurch man Arbeitsplätze und Produktionsketten in Deutschland und Europa halten könne.

Grünen-Kandidatin: Äußerungen von Palmer "abstoßend"

Baerbock distanzierte sich im Interview erneut klar von Parteikollege Boris Palmer. Dessen Äußerungen seien "rassistisch und abstoßend" gewesen. Das habe sie ihm so auch im persönlichen Gespräch mitgeteilt.

Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen), Archivbild
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Palmer hätte sich für seine Äußerungen entschuldigen müssen, so die Grünen-Co-Chefin. Das habe er nicht getan:

Deswegen musste ich als Parteivorsitzende klar und deutlich sagen, dass ich diese rassistischen Äußerungen absolut falsch finde.
Annalena Baerbock, Grünen-Kanzlerkandidatin

Baerbock gegen bundesweiten Mietendeckel

Die Forderung der Berliner Grünen nach einem bundesweiten Mietendeckel wies Baerbock im Interview zurück. Sie halte dies "in der Pauschalität für nicht richtig", so die 40-Jährige.

Angesprochen auf die Corona-Schutzimpfungen in Deutschland sagte sie zudem, ihr Verständnis für Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, sei "sehr eingeschränkt".

Grünen in ZDF-Politbarometer stärkste Kraft

Laut dem ZDF-Politbarometer liegen die Grünen bei den Wählerinnen und Wählern aktuell knapp vorn. Sie stehen bei 26 Prozent, die CDU/CSU liegt bei 25 Prozent.

Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würde die Union abrutschen. Knapp stärkste Kraft wären die Grünen. Das zeigt das aktuelle Politbarometer.

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Dicht beieinander liegen die Kandidatinnen und Kandidaten, wenn es um die Frage geht, wer die Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) übernehmen soll. Im direkten Vergleich zwischen dem Unions-Bewerber Armin Laschet und Annalena Baerbock führt Laschet knapp mit 46 zu 44 Prozent.

SPD-Kandidat Olaf Scholz hat sowohl gegenüber Laschet mit 46 zu 43 Prozent als auch gegenüber Baerbock mit 45 zu 43 Prozent knapp die Nase vorn.

Das ganze Interview sehen Sie im obigen Video.

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