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Teheran beschuldigt Israel - Iran: Atomforscher bei Anschlag getötet

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Bei einem Anschlag nahe Teheran ist ein prominenter iranischer Atomwissenschaftler ums Leben gekommen. Iran macht Israel für die Tat mitverantwortlich.

In der Nähe von Teheran ist ein hochrangiger iranischer Atomwissenschaftler und Raketenspezialist bei einem Attentat ums Leben gekommen.

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Der bekannte iranische Atomwissenschaftler Mohsen Fachrisadeh war am Freitag nach Angaben der Regierung in seinem Auto angeschossen und schwer verletzt worden. Kurz darauf sei er in einem Krankenhaus gestorben. Das iranische Verteidigungsministerium sprach bei Bekanntgabe der Nachricht von einem "Märtyrertod".

Teheran sieht Israel hinter der Tat

Im Iran fiel der Verdacht sofort auf Israel. Es gebe "ernsthafte Hinweise" auf eine Beteiligung Israels an dem Anschlag durch "Terroristen", schrieb Außenminister Mohammed Dschawad Sarif bei Twitter.

Man habe Berichte über den Vorfall zur Kenntnis genommen, teilte UN-Sprecher Farhan Haq der Deutschen Presse-Agentur am Freitag (Ortszeit) mit. "Wir fordern Zurückhaltung und sehen es als notwendig an, dass Maßnahmen vermieden werden, die zu einer Eskalation der Spannungen in der Region führen könnten."

Fakhrizadehs Tod erschüttert Iran. "Er war einer der führenden Köpfe des iranischen Atomprogramms", sagt ZDF-Korrespondent Jörg Brase. Israelische Medien würden davon ausgehen, "dass der eigene Geheimdienst dahinter steckt".

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Brennan: Attentat ist krimineller Akt

Der frühere CIA-Chef John Brennan hat das tödliche Attentat scharf verurteilt. Es handele sich dabei um einen "kriminellen Akt und ein höchst rücksichtsloses" Vorgehen, schrieb Brennan am Freitag auf Twitter.

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Irans UN-Botschafter Madschid Tacht verwies indes in einem Schreiben an UN-Generalsekretär Guterres darauf, dass in den vergangenen zehn Jahren mehrere hochrangige iranische Wissenschaftler "in terroristischen Anschlägen" getötet worden seien.

Iran: Versuch, die Region ins Chaos zu stürzen

Verantwortlich dafür zeichneten "bestimmte ausländische Kreise". Die "feige" Hinrichtung Fachrisadehs - bei der es errnsthafte Hinweise auf Israels Verantwortung gebe - sei ein weiterer Versuch, die Region ins Chaos zu stürzen und die wissenschaftliche Entwicklung Irans zu stören.

Der Kernphysiker war Mitglied der iranischen Revolutionsgarden und ein Experte für die Herstellung von Raketen. Nach Informationen der iranischen Nachrichtenagentur Fars sollen israelische Geheimdienste seit Jahren bemüht gewesen sein, ihn auszuschalten. Zuletzt leitete Fachrisadeh die Abteilung für Forschung und technologische Erneuerung im Verteidigungsministerium.

Archiv: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zeigt auf einen Bildschirm mit einem Bild des iranischen Nuklearwissenschaftlers Mohsen Fakhrizadeh während einer Pressekonferenz im Verteidigungsministerium in Tel Aviv, Israel, 30. April 2018.
Israels Premier Benjamin Netanjahu spricht bei einer Pressekonferenz 2018 im Verteidigungsministerium über den iranischen Atomwissenschaftler.
Quelle: Reuters
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