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Antikriegstag: So steht es um den Weltfrieden

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Zahlen und Grafiken - Antikriegstag: So steht es um den Weltfrieden

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Am heutigen Antikriegstag wird in Kundgebungen und Friedensmärschen an den Beginn des Zweiten Weltkriegs erinnert. Ist die Welt seitdem friedlicher geworden? Zahlen und Grafiken.

Antikriegstag am 1. September
Antikriegstag am 1. September in Grafiken
Quelle: Reuters

Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. 1957 initiierte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DBG) an diesem Tag den ersten Antikriegstag. Das damalige Motto "Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!" erscheint heute, angesichts des zunehmenden Extremismus und der Aufrüstung, genauso aktuell wie vor 63 Jahren. Neben dem DGB planen auch zahlreiche Gewerkschaftsverbände und Friedensorganisationen Kundgebungen und Friedensmärsche.

Nie wieder Krieg! In die Zukunft investieren statt aufrüsten!
DGB

Situation heute

Laut Global Peace Index 2020, der jährlich vom IEP (Institute for Economics & Peace) herausgegeben wird, ist die Welt im Vergleich zu 2019 "unfriedlicher" geworden. Zahlreiche zivile Unruhen, Generalstreiks und zunehmende Militarisierung vieler Staaten tragen dazu bei.

Europa gilt nach wie vor als die sicherste Region der Welt. 13 europäische Länder sind unter den Top 20 der friedlichsten Länder der Welt, darunter auch Deutschland auf Platz 16. Verschlechtert haben sich dagegen große Teile Mittel- und Südamerikas und der Karibik. Als unsicherstes Land der Welt gilt seit mehreren Jahren Afghanistan.

System, Ideologie und Ressourcen

Als Grund für die meisten gewaltsamen Krisen und Kriege 2019 führt das Heidelberger Institut für Konfliktforschung unter anderem Konflikte um Systeme oder wegen Ideologien auf. Aber auch Kämpfe um Ressourcen, nationale Macht und regionale Vorherrschaft verursachen sehr viele gewaltsame Auseinandersetzungen. Das belegt die Statistik der letzten Jahre. Obwohl die Gesamtzahl der Konflikte zurückgeht, bleibt die Anzahl der gewaltsamen Konflikte und Kriege hoch.

Mitverdienen

Kundgebungen und Friedensmärsche zum Antikriegstag, aber auch die jährlichen Ostermärsche bekunden den Willen vieler Bürgerinnen und Bürger nach Abrüstung und Frieden. Dem gegenüber stehen allerdings die steigenden Rüstungsexporte deutscher Firmen, die neben den EU-Nachbarn und Nato-Staaten auch die sogenannten Drittstaaten beliefern. 2019 wurde mit 8,015 Milliarden Euro der höchste Wert der letzten zehn Jahre bei Einzelgenehmigungen für den Export von Rüstungsgütern erreicht.

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