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Kanzlerkandidat der Union : Armin Laschet, der Mann der Mitte

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Die Umfragen sprachen gegen ihn, die beiden Parteischwestern einigten sich trotzdem auf ihn: Armin Laschet ist der Kanzlerkandidat der Union. Wofür steht der CDU-Chef? Ein Porträt.

Armin Laschet will nach Berlin. Und jetzt ist klar: Die Union will das auch. Die K-Frage ist für die Partei also geklärt und es beginnt der geschlossene Wahlkampf. Davon hat der 60-jährige NRW-Ministerpräsident dieses Jahr schon einen erfolgreich hinter sich gebracht. Im Januar machte er das Rennen gegen gleich zwei Kandidaten zum CDU-Parteivorsitzenden.

Laschet als Mann der Mitte

Laschet sieht sich selbst als Mann der Mitte. Das hatte er auch in seiner Bewerbungsrede zum Vorsitzenden im Januar nochmals klargemacht. "Zuhören, entscheiden, handeln", lautet das Mantra auf seiner Website. Der CDU-Mann setzt auf politische Kontinuität, Regierungserfahrung und ein Herz für die Sorgen der Menschen. Zugleich will er authentisch sein:

Ich bin nicht der Mann der perfekten Inszenierung, sondern Armin Laschet.
Armin Laschet

Dabei macht der Politiker aus seiner rheinisch-katholischen Herkunft keinen Hehl. Seit dreieinhalb Jahren ist er Chef der schwarz-gelben Landesregierung im bevölkerungsreichsten Bundesland und führt zugleich den größten Landesverband seiner Partei.

Jurist und Journalist mit Wurzeln in Aachen

Der Jurist und Journalist Laschet wuchs in Aachen auf, ist Sohn eines Bergmanns. Dass er und seine drei Brüder studieren konnten, sei keine Selbstverständlichkeit, seinen Eltern aber sehr wichtig gewesen. "Mein Vater hat mir so gezeigt, dass sich Arbeit lohnt und dass Aufstieg möglich ist", sagt der Politiker.

Laschet ist 18 Jahre alt, als er in die CDU eintritt. Mit 28 wird er Ratsherr in Aachen, später Abgeordneter im Bundestag und im Europaparlament. "Mein Wunsch war es immer, mich einzusetzen für eine bessere Welt", so der Christdemokrat.

Liberal, merkeltreu, europanah

Auch Europa ist Armin Laschet wichtig. Im August besuchte er das Flüchtlings-Camp Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Deutschland sieht er im "Herzen Europas". "Wir tragen als Nation große Verantwortung, man zählt auf uns in Europa, rechnet mit uns", schreibt der ehemalige Abgeordnete im Europaparlament auf seiner Website.

Armin Laschet (CDU) inmitten von Flüchtlingen auf Lesbos.
Armin Laschet (CDU) inmitten von Flüchtlingen auf Lesbos.
Quelle: Dorothea Hülsmeier/dpa

Zudem gilt er in der Partei als liberal, steht eher für ein "Weiter so" nach der Ära Merkel.

Das Problem mit den Umfragewerten

Kritik gab es zuletzt in der Corona-Politik. Laschet schlug einen "Brücken-Lockdown" vor, der gelten sollte, bis genügend Menschen gegen Corona geimpft sind. Die Idee zündet so gar nicht, ein Rückschlag.

Und dann wären da noch die Umfragewerte. Kanzler trauen die meisten Bürgerinnen und Bürger eher Markus Söder zu, und auch in der Unionsfraktion soll Söder bis zuletzt eine "Art Zweidrittelmehrheit" gehabt haben, berichtete ZDF-Korrespondent Theo Koll am Freitag.

Eine Frage des Vertrauens

Darüber hat sich Laschet nun hinweggesetzt. Die Aufgabe des gläubigen Katholiken und Karnevalisten wird es jetzt sein, das Vertrauen in der Bevölkerung nach Maskenaffäre und Co. wieder zu stärken. Fünf Monate bleiben ihm.

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