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Konflikt mit Aserbaidschan - Armenien verkündet eine Waffenruhe

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Armenien beklagt nach Gefechten im Grenzgebiet zu Aserbaidschan einen Toten. Nach Vermittlung Russlands sollen die Kampfhandlungen mittlerweile beendet worden sein.

Armenische Soldaten inspizieren die Ruinen eines Hauses, das durch Beschuss von aserbaidschanischen Truppen zerstört wurde
Armenien beklagt einen Toten nach Gefechten mit Aserbaidschan. (Archivfoto)
Quelle: dpa/AP

An der Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan ist es zu schweren Gefechten gekommen. Aserbaidschan bestätigte den Tod von sieben Soldaten. Das Verteidigungsministerium in Baku veröffentlichte am Mittwoch eine Liste mit den Namen der Gefallenen. Zudem wurden zehn Menschen verletzt.

Armenien hatte bereits am Vortag über einen getöteten Soldaten in den eigenen Reihen informiert. Eriwan wirft Baku zudem vor, 13 Gefangene genommen zu haben. Mehr als 20 Armenier gelten als vermisst.

Karte: Armenien Bergkarabach
Karte: Armenien - Aserbaidschan - Bergkarabach
Quelle: ZDF

Waffenruhe nach Vermittlung Russlands

Beide Seiten gaben sich gegenseitig die Schuld an der Eskalation. Russland rief die Konfliktparteien zu Zurückhaltung auf. Am Dienstagabend teilte das armenische Verteidigungsministerium mit, nach russischer Vermittlung eine Waffenruhe im Grenzgebiet ausgerufen zu haben.

Nach Auskunft des russischen Präsidialamts hatte zuvor Staatschef Wladimir Putin in einem Telefonat mit dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan über den Konflikt gesprochen.

Armenien bittet Russland um Hilfe

Nach armenischen Angaben waren heimische Truppen von aserbaidschanischer Artillerie und Panzern angegriffen worden.

Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium wiederum teilte mit, die Armee habe auf den Beschuss heimischer Militärstellungen durch armenische Soldaten reagiert und ihren Einsatz erfolgreich abgeschlossen.

Armenien rief zugleich Russland auf, im Rahmen eines Verteidigungsbündnisses Hilfe zu leisten, wie die russische Agentur Interfax meldete. Eine Reaktion der Regierung in Moskau darauf lag zunächst nicht vor.

Russland unterhält eine Militärbasis in Armenien.

Herbst 2020: Aserbaidschan erobert Teile Berg-Karabachs

Die beiden ehemaligen Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan kämpfen schon seit langem um die Kaukasusregion Berg-Karabach. Völkerrechtlich gehört das Gebiet zu Aserbaidschan, von dem es sich aber 1991 losgesagt hatte.

Der Konflikt hatte im vergangenen Jahr zu einem Krieg geführt, der nach sechs Wochen mit einer von Russland vermittelten Waffenruhe endete. Russland entsandte 2.000 Friedenssoldaten nach Berg-Karabach.

Aserbaidschan hatte in dem Krieg, in dem mindestens 6.500 Menschen starben, Territorium zurückgewonnen, das es in einem früheren Konflikt verloren hatte. Das Land wird von der Türkei unterstützt.

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