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Gericht sieht Fluchtgefahr - Julian Assange muss im Gefängnis bleiben

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Wikileaks-Gründer Julian Assange muss im Gefängnis bleiben. Ein Londoner Gericht lehnte am Mittwoch den Antrag auf Kaution ab.

Wikileaks-Gründer Julian Assange bleibt in Großbritannien in Haft. Ein Gericht in London lehnte den Antrag der Verteidigung ab, den 49-Jährigen gegen Kaution freizulassen.

Anwalt forderte Freilassung

Der Anwalt von Julian Assange hatte für eine Freilassung Assanges gegen Kaution geworben. Die Ablehnung des US-Auslieferungsantrags am vergangenen Montag habe die Lage für den 49-Jährigen geändert, sagte Edward Fitzgerald am Mittwoch während der Verhandlung in London. Assange habe keinen Grund, aus dem Land zu fliehen, sondern vertraue dem ordnungsgemäßen Verfahren in Großbritannien.

Außerdem betonte Fitzgerald die persönliche Situation des gebürtigen Australiers. "Es ist die erste Möglichkeit, mit seinen jungen Kindern zusammenzuleben." Assange war während seines jahrelangen Asyls in der ecuadorianischen Botschaft in London Vater zweier Kinder geworden. Assange sitzt seit 15 Monaten in London in Haft.

Kritik von Amnesty International

"Die heutige Entscheidung, Julian Assanges Antrag auf Kaution abzulehnen, macht seine fortgesetzte Inhaftierung 'willkürlich' und verschlimmert die Tatsache, dass er seit mehr als einem Jahr unter bestrafenden Bedingungen im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh inhaftiert ist", sagte Nils Muižnieks, Europa-Direktor von Amnesty International.

"Anstatt endlich mit seinen Angehörigen nach Hause zu gehen und zum ersten Mal seit fast zehn Jahren in seinem eigenen Bett zu schlafen, wird Julian Assange zurück in seine Einzelzelle in einem Hochsicherheitsgefängnis gebracht."

Assange droht Isolationshaft in USA

Die Richterin hatte bei der Ablehnung des Auslieferungsantrags am Montag auf den psychischen Gesundheitszustand Assanges und die Haftbedingungen verwiesen, die Assange in den USA erwarten würden. Es sei damit zu rechnen, dass er sich in Isolationshaft das Leben nehmen werde.

Die US-Justiz kündigte Berufung an. Sie wirft Assange vor, der Whistleblowerin Chelsea Manning - damals noch Bradley Manning - geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. 

Assange drohen in den USA im Fall einer Verurteilung bis zu 175 Jahre Haft.

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