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IAEA-Chef in Iran - Weiter Kontrollen von Atomanlagen - vorerst

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Die IAEA-Inspektoren dürfen nun doch weiter Irans Nuklearanlagen kontrollieren. Darauf hätten sich beide Seiten verständigt, so IAEA-Chef Grossi.

Der Iran und die Internationale Atomenergiebehörde haben im Atomstreit eine Übergangslösung vereinbart. Die Behörde kann ihre Kontrollen im Iran in eingeschränkter Form fortsetzen.

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Im Bemühen um eine Deeskalation im Atomstreit mit dem Iran hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) nach eigenen Angaben eine Übergangslösung mit Teheran gefunden.

IAEA-Chef Rafael Grossi sagte am Sonntagabend in Wien, er habe bei Gesprächen in Teheran eine "vorübergehende Lösung" für die nächsten drei Monate ausgehandelt. Sie ermögliche eine Fortsetzung der IAEA-Kontrollen im Iran - ab Dienstag allerdings in eingeschränkter Form. Der Iran hatte damit gedroht, den Zugang der IAEA-Inspekteure zu einem Teil seiner Atomanlagen ab Dienstag einzuschränken, wenn die USA ihre Sanktionen gegen Teheran nicht lockern.

Iran und IAEA führen "fruchtbare Gespräche"

Grossi wollte sich in Teheran nach eigenen Worten um eine "einvernehmliche Lösung" bemühen, damit die IAEA ihre Kontrollen fortsetzen könne. Am Sonntag kam er mit dem iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Sarif und dem Leiter der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, zusammen.

Im Atomstreit mit Iran gibt es etwas Hoffnung für die Diplomatie. Denn US-Präsident Biden sieht wohl noch Chancen für das Atomabkommen, das Iran vom Bau atomarer Waffen abhalten soll. Unter Vorgänger Trump waren die USA aus dem Abkommen ausgeschieden.

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Der iranische UN-Botschafter Kasem Gharibabadi erklärte nach den Gesprächen, der Iran und die IAEA hätten "fruchtbare Diskussionen auf der Grundlage von gegenseitigem Respekt geführt". Grossi sagte nach seiner Rückkehr nach Wien, bei den Gesprächen sei eine "vorübergehende technische Vereinbarung" getroffen worden.

"Notwendiges Maß an Kontrollen kan beibehalten werden"

Die IAEA habe künftig zwar "weniger Zugang" zu den Atomanlagen, die Vereinbarung ermögliche aber, "das notwendige Maß an Kontrollen und Verifikationsarbeiten beizubehalten". Grossi sagte nicht, welche ihrer Aktivitäten im Iran die IAEA künftig einschränken muss. Es bestätigte aber, dass die Zahl der IAEA-Inspektoren im Iran gleich bleibt und auch kurzfristige Kontrollen weiter möglich sind. Der Iran hatte den IAEA-Inspektoren in einem Zusatzprotokoll zu dem Atomabkommen von 2015 auch kurzfristige Kontrollen von Anlagen zugesagt.

Ein vom iranischen Parlament im Dezember verabschiedetes Gesetz fordert jedoch, dass diese Erlaubnis aufgehoben wird, sollte es bis dahin keine Erleichterungen bei den US-Sanktionen geben. Das Gesetz tritt am Dienstag in Kraft. Die Wiener Nuklearvereinbarung soll den Iran am Bau von Atomwaffen hindern, dafür wurden der islamischen Republik Lockerungen der Sanktionen zugesagt.

Nach ihrem Ausstieg aus dem Abkommen 2018 verhängten die USA aber neue Sanktionen gegen den Iran. Seither hat sich auch Teheran schrittweise von seinen Verpflichtungen zurückgezogen.

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von Jörg-Hendrik Brase
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