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Endlager: 90 Gebiete im Visier

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Wohin mit dem Atommüll? - Endlager: 90 Gebiete im Visier

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Bundesweit sind 90 Gebiete grundsätzlich für ein Atommüll-Endlager geeignet, so ein Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung. Der Salzstock Gorleben ist nicht dabei.

Bei der bundesweiten Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll stehen Vorentscheidungen an. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat heute einen ersten Zwischenbericht veröffentlicht. Welche Gebiete in Deutschland kommen in Frage und welche nicht?

90 Gebiete geologisch geeignet für Atommüll-Endlager

90 Gebiete in Deutschland haben nach Erkenntnissen der BGE günstige geologische Voraussetzungen für ein Atommüll-Endlager. Der Salzstock Gorleben in Niedersachsen ist nicht darunter, wie aus dem am Montag veröffentlichten Zwischenbericht Teilgebiete hervorgeht.

Voraussetzung für einen möglichen Standort ist, dass es dort Salzstöcke, Tonschichten oder Granitschichten gibt, die das unterirdische Endlager einschließen können. Die Nennung im Bericht bedeutet noch keine verbindliche Festlegung. 2031 soll der Standort gefunden sein, ab 2050 sollen Behälter mit strahlendem Abfall unterirdisch eingelagert werden.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung will einen Zwischenbericht zur Standortsuche nach einem Atom-Endlager veröffentlichen. ZDF-Korrespondent Kynast über mögliche Reaktionen.

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Keine Vorfestlegung auf Standort

Laut Bericht ist in Deutschland ein Anteil von 54 Prozent der Landesfläche als Teilgebiet ausgewiesen - wenn die Überlagerung einiger Gebiete berücksichtigt wird. Teilgebiete liegen etwa in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen, aber auch in den ostdeutschen Ländern.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung sucht weiter nach einem Standort für Atommüll. Das lange favorisierte Gorleben scheidet aus, 90 andere Gebiete sind noch auf der Liste.

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Eine Vorfestlegung auf einen Standort ist damit aber noch nicht verbunden. In den kommenden Monaten und Jahren werden die möglichen Standorte nach und nach weiter eingegrenzt, indem weitere Kriterien - etwa die Bevölkerungsdichte - berücksichtigt werden.

Der Bericht listet erst einmal alle Regionen in Deutschland auf, "die günstige geologische Voraussetzungen für die sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle erwarten lassen", so schreibt es das entsprechende Gesetz vor. Deswegen sind es noch ziemlich viele und teils auch recht große Gebiete.

Gorleben wird kein Atommüll-Endlager

Nach langem Ärger um den Salzstock Gorleben wurde die Endlager-Suche komplett neu gestartet. Ausgehend von einer "weißen Landkarte", auf der erst mal jeder Ort grundsätzlich in Frage kommt, werden mögliche Standorte nun nach wissenschaftlichen Kriterien nach und nach eingegrenzt.

Lange galt der Salzstock Gorleben als Favorit für die Atommüll-Endlagerung. Nun wurde der Standort, sehr zur Freude von Atomkraftgegnern, endgültig ausgeschlossen.

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Am Ende soll dann aber die Politik die Entscheidung über den Standort treffen - basierend auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen. Über verschiedene Formate können sich Bürger, Gemeinden und Organisationen in den Prozess einbringen.

Während in Deutschland wieder über die sichere Endlagerung von Atommüll diskutiert wird, blicken wir in unsere Nachbarländer Finnland, Tschechien und Frankreich. Wie gehen sie mit radioaktiven Abfällen um? Und was läuft dort anders?

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