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Verträge zum Schutz vorm atomaren Overkill

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Atomwaffen-Verträge - Verträge zum Schutz vorm atomaren Overkill

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Es gab und gibt mehrere Abkommen, um die Zahl von Atomwaffen zu begrenzen und zu verringern. Eine Übersicht.

Am 1. Juli 1968 unterzeichneten die USA, die Sowjetunion (heute Russland) und Großbritannien den Atomwaffensperrvertrag, der 1970 in Kraft trat. Er verpflichtet Staaten, die über Atomwaffen verfügen, diese nicht weiterzuverbreiten und die vorhandenen Arsenale abzubauen.

Die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) in Wien überwacht alle fünf Jahre die Einhaltung des Vertrags. Bis heute sind 191 Länder beigetreten. Nordkorea schied 2003 wieder aus. Die Atommächte Indien, Pakistan, Israel haben niemals unterschrieben.

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Atomwaffenverbotsvertrag

Zwei Jahre nach der gescheiterten Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag 2015 legte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den Atomwaffenverbotsvertrag zur Unterschrift aus.

Jeder Staat, der beim Beitritt Atomwaffen besitzt, verpflichtet sich, diese so bald wie möglich zu vernichten und untersagt zudem Einsatz, Entwicklung, Tests oder die Stationierung von Atomwaffen. Bislang haben den Vertrag 34 Staaten ratifiziert. In Kraft treten wird er 90 Tage nach der 50. Ratifizierung.

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50 Jahre Atomwaffensperrvertrag -
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von Meike Hickmann

INF-Vertrag

Ende der 1980er-Jahre gab es rund 23.000 US-amerikanische und 40.000 sowjetische Atomsprengköpfe. 1987 unterzeichneten die USA und die Sowjetunion den Mittelstrecken-Nuklearstreitkräfte-Vertrag (INF), demzufolge alle landgestützten Marschflugkörper und Mittelstreckenraketen mit Reichweiten zwischen 500 und 5.500 Kilometern vernichtet werden sollten.

Im August 2019 ließen die USA und Russland (als Rechtsnachfolger der Sowjetunion) den INF-Vertrag ersatzlos auslaufen.

New-Start-Vertrag

Der New-Start-Vertrag ist das letzte große bilaterale atomare Abrüstungsabkommen. Es sieht vor, die interkontinentalen Atomwaffen Russlands und der USA zu verringern. Es trat am 5. Februar 2011 in Kraft und wird am 5. Februar 2021 enden, falls es nicht verlängert wird. Gespräche zur Rettung des New-Start-Abkommens gab es Ende Juni in Wien. Sie sollen fortgesetzt werden.

Moskau und Washington verhandeln in Wien über eine Fortsetzung der Vereinbarung zur atomaren Abrüstung, „New Start“. Die USA fordern eine Beteiligung Chinas an den Gesprächen.

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