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"Vorbilder ökumenischer Verständigung"

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Marx und Bedford-Strohm geehrt - "Vorbilder ökumenischer Verständigung"

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Der Münchner Kardinal Reinhard Marx und der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm sind mit dem Augsburger Friedenspreis geehrt worden.

Archiv: Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx am 14.04.2018 in Hannover
Enges ökumenisches Duo: Heinrich Bedford-Strohm (l.) und Kardinal Reinhard Marx
Quelle: dpa

Altbundespräsident Joachim Gauck hat den Münchner Kardinal Reinhard Marx und den evangelischen bayerischen Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm als "Vorbilder ökumenischer Verständigung" gewürdigt.

Die beiden Kirchenmänner seien durch die christlichen Werte von Solidarität, Gerechtigkeit und Hoffnung über konfessionelle Unterschiede hinweg miteinander verbunden, sagte Gauck laut Redemanuskript bei der Verleihung des Augsburger Friedenspreises am Samstagabend im Goldenen Saal des Rathauses.

Gauck: Ökumene zwischen Kirchen lebt

In ihrem ökumenischen Bemühen machten die beiden immer wieder deutlich, dass unterschiedliche Ansichten und Glaubensüberzeugungen einem vernünftigen Dialog und friedlichen Miteinander niemals im Wege stehen müssen, sagte Gauck an die Preisträger gewandt.

Zwischen Bedford-Strohm und Marx sei dabei etwas ganz Beglückendes geschehen: eine persönliche Freundschaft, die auf Vertrauen und theologischer Wertschätzung basiere. Das zeige, dass die Ökumene zwischen den Kirchen lebe. Und die beiden Theologen zeigten auch, dass Unterschiede nicht zu Abgrenzung und Polarisierung führen müssen.

Bedford-Strohm und Marx: Enges ökumenisches Duo

Bedford-Strohm und Marx sind langjährige Weggefährten: Seit 2008 ist Marx Erzbischof von München und Freising, 2011 wurde Bedford-Strohm bayerischer evangelischer Landesbischof. Die Dienstsitze der beiden liegen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt im Zentrum Münchens.

Und auch auf Bundesebene bildeten die zwei Kirchenmänner ein enges ökumenisches Duo: Von 2014 bis 2020 war Marx Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bedford-Strohm ist seit 2014 EKD-Ratsvorsitzender.

Augsburger Friedenspreis wird seit 1985 verliehen

Der mit 12.500 Euro dotierte Friedenspreis wird seit 1985 von der Stadt Augsburg und der bayerischen Landeskirche alle drei Jahre für Verdienste um ein tolerantes und friedvolles Miteinander von Kulturen und Religionen vergeben. Unter den bisherigen Preisträgern waren der früherer Bundespräsident Richard von Weizsäcker und der Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow.

Der Preis steht im Rahmen des Augsburger Friedensfestes. Diesen Sonderfeiertag haben 1650 erstmals die Augsburger Protestanten zum Dank an den Westfälischen Frieden von 1648 begangen, der ihnen ihre politischen und religiösen Rechte wieder gab. Seit 1985 wird er ökumenisch begangen.

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