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Grünen-Chefin Baerbock : Mai-Krawalle "kriminell und inakzeptabel"

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Politiker der drei stärksten Parteien haben die Ausschreitungen am 1. Mai verurteilt. Annalena Baerbock hält sie für eine Schwächung der anderen, friedlichen Mai-Demonstrationen.

Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock gibt ein Interview während einer Kundgebung des DGB zum Tag der Arbeit auf dem Bassinplatz in Potsdam
Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock im Interview
Quelle: imago/Martin Müller

Grünen-Chefin und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat die gewaltsamen Auseinandersetzungen bei Demonstrationen am 1. Mai in Berlin scharf kritisiert.

Barrikaden anzuzünden und gewaltsam auf Polizistinnen und Polizisten loszugehen, ist kriminell und in keinster Weise akzeptabel.
Annalena Baerbock (Grüne)

Baerbock: "Wider den demokratischen Konsens"

Wer so etwas tue, handele "wider den demokratischen Konsens und schwächt das Anliegen jener friedlichen Kundgebungen, die am 1. Mai auch stattgefunden haben," sagte die Grünen-Kanzlerkandidatin gegenüber der "Bild"-Zeitung.

Am Samstag war es in Berlin nach weitgehend friedlichen Demonstrationen abends zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Es flogen Steine und Flaschen gegen Einsatzkräfte. Randalierer zerrten Müllcontainer und Paletten auf die Straße und zündeten sie an, die Polizei setzte teils Pfefferspray ein.

Nach Angaben der Innenverwaltung wurden mindestens 93 Polizisten verletzt. Es gab zahlreiche Festnahmen.

Auch CDU- und SPD-Politiker warnen

Der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Thorsten Frei (CDU) warnte in der "Welt" mit Blick auf die Ausschreitungen vor einem Zurückweichen des Staates:

Die Polizei muss mit aller Konsequenz gegen diese Gewalt vorgehen, wenn wir nicht einen schlimmen Vertrauensverlust in die staatliche Durchsetzungsfähigkeit erleiden wollen.
Thorsten Frei

Auch der SPD-Fraktionsvize im Bundestag, Dirk Wiese, forderte die "volle Härte des Gesetzes" gegen jene, die sich bei Demonstrationen nicht an Auflagen hielten oder durch Gewalt und Randale auffielen. Dabei sei es "egal, ob auf sogenannten Querdenker-Demos oder am 1. Mai in Berlin".

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