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Autogipfel : Wie die E-Mobilität gefördert werden soll

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Mit einer Milliarde Euro will die Bundesregierung den Wandel zu saubereren Antrieben vorantreiben. Beim Autogipfel wurde die konkrete Ausgestaltung des "Zukunftsfonds" vorgestellt.

Worum ging es bei dem Autogipfel?

Die Auto-Runde kommt regelmäßig zusammen. Diesmal ging es bei der Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Vertretern der Branche sowie von Gewerkschaften, Ländern und der Großen Koalition vor allem um die Elektromobilität: den weiteren Wandel der deutschen Autoindustrie zu digitalen Lösungen und klimaschonenderen Antrieben.

Wie will die Bundesregierung den Wandel beschleunigen?

Um mehr Elektroautos auf die Straßen zu bringen, setzt die Bundesregierung unter anderem auf einen Ausbau des Ladenetzes und Kaufanreize. Nach Vorschlägen der EU-Kommission soll der Ausstoß klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) von Neuwagen bis 2030 stärker sinken als derzeit vorgesehen. Themen sind auch Mobilitätsdaten und die künftige Beschäftigungssicherung.

Was wurde heute besprochen?

Für den Wandel der deutschen Autoindustrie hin zu klimaschonenderen Antrieben steht nun zusätzliche Unterstützung vom Bund bereit. Ein dafür vorgesehener "Zukunftsfonds" mit einem Volumen von einer Milliarde Euro bis 2025 sei jetzt startklar, sagte Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) heute. Die Einrichtung des Fonds, der besonders auf "Auto-Regionen" in Deutschland zielt, war bereits bei einem "Autogipfel" im November beschlossen worden. Nun wurde die konkrete Ausgestaltung geklärt.

Wie setzt sich der "Zukunftsfonds" genau zusammen?

Konkret sollen laut Wirtschaftsministerium 340 Millionen Euro für regionale "Transformationsnetzwerke" bereitgestellt werden, um Akteure vor Ort zusammenzubringen und Strategien zu entwickeln. Weitere 340 Millionen Euro sollen digitale Lösungen voranbringen. Rund 320 Millionen Euro sollen unter anderem mittelständische Firmen bei Umstellungen der Produktion für E-Antriebe und Brennstoffzellen unterstützen. Gefördert werden sollen auch Weiterbildungskonzepte für Beschäftigte.

Verkehr auf einer Autobahn.

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Wie reagieren die Gewerkschaften und die Branche?

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) begrüßte es, dass der Fonds nun steht. "Unser Ziel ist es, die Transformation zu einem Job-, Wachstums- und Wirtschaftsmotor zu machen", sagte Präsidentin Hildegard Müller. Nötig sei vor allem eine gutes Ladenetz für E-Autos daheim, am Arbeitsplatz, im Handel, auf den Straßen.

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann betonte: "Aus Sicht der Beschäftigten entscheidet sich in den Regionen, ob die Transformation gelingt oder zu Arbeitsplatz- und Wohlstandsverlusten führt." Regionale Netzwerke müssten nun schnell umgesetzt werden. Erste Regionen wie das Saarland, Süd-Westfalen und Süd-Ost-Niedersachsen stünden bereit.

Estland ist Musterland des digitalen Fortschritts, gehört aber zu den großen CO2-Emittenten Europas. Unbemannte Fahrzeuge und E-Bikes sollen helfen, Klimaneutralität zu erreichen.

Beitragslänge:
5 min
Datum:

Was sagt die Opposition?

Nach dem wohl letzten "Autogipfel" unter Merkels Leitung fielen die Bilanzen unterschiedlich aus. "Die Bundesregierung versucht kurz vor der Wahl, die selbst angeheizte Krise im Fahrzeugbau mit Subventionen zu übertünchen", kritisierte FDP-Verkehrsexperte Oliver Luksic.

Der Linke-Klimapolitiker Lorenz Gösta Beutin forderte, steuerfinanzierte Hilfen für Konzerne an konkrete Klimaschutz-Auflagen wie ein Ende des fossilen Verbrenner-Pkws bis spätestens 2030 zu knüpfen und dass es keine Verlagerung der Produktion ins Ausland oder Entlassungen gibt.

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