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Erderwärmung begrenzen : Baerbock fordert Klima-Allianz mit den USA

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Grünen-Politikerin Baerbock fordert eine Klima-Allianz mit den USA. Man müsse schnell handeln, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen.

Grünen-Kanzler-Kandidatin Baerbock hält eine Rede.
Annalena Baerbock von den Grünen will "gemeinsam auf den 1,5-Grad-Pfad" kommen.
Quelle: AP

Die Grünen-Vorsitzende und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock wirbt für eine Allianz mit den USA im Kampf gegen den Klimawandel. Die Staatengemeinschaft müsse schnell handeln, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen.

"Wir stehen vor entscheidenden Jahren für den Klimaschutz und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Wenn wir das nur halbherzig machen, verlieren wir den Anschluss", sagte Baerbock den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerk Deutschland" kurz vor dem virtuellen Klimagipfel, zu dem US-Präsident Joe Biden eingeladen hat.

Baerbock will transatlantische Allianz

Die Regierung Bidens habe die Chance für ein ernsthaftes Investitionsprogramm ergriffen, dem sollte sich Deutschland anschließen, sagte Baerbock.

Ich werbe dafür, dass wir eine transatlantische Allianz für Klimaneutralität begründen. Es ist notwendig, dass wir gemeinsam auf den 1,5-Grad-Pfad kommen.
Annalena Baerbock, Vorsitzende Grüne

Die Staatengemeinschaft müsse schnell handeln, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. "Das erfordert unmittelbares und substanzielles Handeln in den nächsten Jahren - und zwar global."

Klimaschutz: USA investieren massiv

Dazu seien deutlich ambitioniertere Klimaziele nötig. "Die neue US-Regierung hat vorgemacht, wie es geht - mit massiven Investitionen in Klimaschutz", sagte sie. Rund 40 Staats- und Regierungschefs beraten ab Donnerstag auf Einladung der USA bei einem virtuellen Gipfel über den Klimaschutz.

Unter Biden waren die USA ins Pariser Klimaschutzabkommen zurückgekehrt. Nun wollen sie zu verstärkten Bemühungen im Kampf gegen die Erderwärmung aufrufen. Teilnehmen werden auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Russlands Staatschef Wladimir Putin und der chinesische Präsident Xi Jinping.

Schulze: Industrieländer in Verantwortung

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) fordert indes einen größeren Klimaschutzbeitrag anderer Industrieländer. "Wir Europäer brauchen uns mit unserem Klimaziel nicht zu verstecken, ganz im Gegenteil. Europa ist der Schrittmacher beim weltweiten Klimaschutz", sagte sie der "Rheinischen Post" kurz vor dem virtuellen Klimagipfel.

Mit Spannung wird die Verkündung neuer Klimaziele durch die USA erwartet. Die EU hatte sich am Mittwoch auf neue Ziele geeinigt. Die EU-Staaten und das Europaparlament beschlossen, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um "mindestens 55 Prozent" zu senken. Das europäische Klimagesetz schreibt zudem das Ziel fest, dass die EU bis zum Jahr 2050 klimaneutral wird.

Die USA haben sich mit Präsident Biden beim Klimaschutz zurück gemeldet. Doch welche Ziele sind realistisch? Amerika ist auch hier gespalten, Klimaschutz und Wirtschaftswachstum?

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28 min
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