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Annalena Baerbock zu Unwettern - "Klimaschutz in den Mittelpunkt stellen"

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Grünen-Chefin Baerbock fordert bei Unwetterkatastrophen mehr Kompetenzen für den Bund - und Klimaanpassungsmaßnahmen. Doch ausgerechnet hier bekommt ihre Partei Konkurrenz.

Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock fordert nach ihrem Besuch im Hochwassergebiet, dass der Katastrophenschutz "besser ineinandergreift".

Beitragslänge:
7 min
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Sehen Sie oben das ganze Interview im Video und lesen Sie es hier in Auszügen. Das sagt Annalena Baerbock ...

... nach der Unwetterkatastrophe zur Vorsorge gegen kommende Extremwetterereignisse

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock plädiert nach ihrem Besuch in Hochwasser-Gebieten für kommende Katastrophensituationen für eine stärkere Koordinierung auf Bundesebene.

Das sind wir den Opfern und ihren Angehörigen schuldig.
Annalena Baerbock, Grünen-Kanzlerkandidatin

Es gehe dabei nicht um eine "Zentralisierung", sondern um ein besseres "Ineinandergreifen der unterschiedlichen Ebenen".

Die Situationen seien sehr unterschiedlich, es gebe aus ihrer Sicht nicht "die eine Lösung". Einige Bundesländer hätten sehr schnelle Kommunikationsketten - in anderen, vor allem ländlichen Regionen, seien die Herausforderungen aber ganz anders, so Baerbock. Daher schlägt sie vor, das Bundesamt für Katastrophenschutz und Krisenhilfe verstärkt in die Rolle miteinzubinden. So könne gewährt werden, dass alle Ebenen bei jenen Ereignissen koordiniert und vernetzt werden können.

... zur zurückhaltenden Wahlkampf-Strategie in den letzten Tagen nach den Überschwemmungen

In dem Moment, als sie die erschreckenden Bilder gesehen hätte und deutlich geworden sei, dass unzählige Familien auf Rettungshubschrauber warten würden, sei für sie klar gewesen:

Da denke ich nicht über Wahlkampfstrategie nach.
Annalena Baerbock, Grünen-Kanzlerkandidatin

Es sei keine parteipolitische, sondern eine nationale Frage, was für die Zukunft aus solchen Katastrophen gelernt werden könne. Die Extremwetterereignisse seien auch eine Auswirkung der Klimakrise, deswegen würden unterschiedliche Aspekte zusammengehören:

  • Katastrophenschutz
  • Vorsorge
  • verstärkte Klimaschutzmaßnahmen

... zu Söders Ankündigung, Bayern solle bis 2040 klimaneutral werden

"Ich glaube er hat sich unser Programm ziemlich genau angeschaut", sagt Baerbock. Aber das sei das Beste, was alle Parteien gemeinsam aus den letzten Tagen schaffen könnten. Denn Klimaschutz sei "kein Spaltungsthema", sondern die "Zukunftsaufgabe unserer gemeinsamen Gesellschaft", so die Grünen-Politikerin.

Allerdings würde Klimaschutz nicht nur heißen, Versprechungen in den Raum zu stellen. Denn zwar hätten gerade CDU/CSU Ziele für in 20 Jahren beschlossen, doch CO2 könne nicht eingespart werden, wenn der Ausbau erneuerbarer Energien nicht jetzt massiv vorangebtrieben werden würde - und zwar in jedem Bundesland, so Baerbock.

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