Baerbock würdigt vor UN Anti-Putin-Demonstranten in Russland

    Außenministerin vor den UN:Baerbock würdigt Demonstranten in Russland

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    Bei ihrer Rede vor dem UN-Sicherheitsrat hat Außenministerin Baerbock Russland vorgeworfen, seine Bürger in den Tod zu schicken. Sie würdigte den Mut der Demonstranten.

    Außenministerin Annalena Baerbock hat Russland aufgefordert, den Angriffskrieg gegen die Ukraine zu stoppen. "Dies ist ein Krieg, den Sie nicht gewinnen werden", sagte die Grünen-Politikerin an diesem Donnerstag in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York zur Lage in der Ukraine. Sie nannte Wladimir Putin dabei nicht namentlich. Zugleich verlangte sie:

    Hören Sie auf, noch mehr ihrer eigenen Bürger in den Tod zu schicken.

    Außenministerin Annalena Baerbock

    Die geplanten Scheinreferenden in den von Russland besetzten ukrainischen Gebieten sollten genauso gestoppt werden wie der von Putin geführte Getreide-Krieg, der "den Hunger auf der ganzen Welt antreibt".
    Kurz nach Präsident Putins Ankündigung, 300.000 Reservisten in den Ukraine-Krieg zu schicken, setzte bei Russen ein Run auf Flugtickets ins Ausland ein. Demos wurden gewaltsam unterbunden. 22.09.2022 | 3:47 min
    Baerbock kritisierte den russischen Außenminister Sergej Lawrow, der die Sitzung des Sicherheitsrats direkt nach seiner Rede verlassen hatte - nachdem er mit 90-minütiger Verspätung dort erschienen war. Es sei ein klares Zeichen, dass Lawrow zwar eine ganze Weile gesprochen, aber den Hunger, die Armut und die Folgen des Krieges auf der ganzen Welt nicht einmal erwähnt habe.

    Respekt für Demonstranten in Russland

    Auf den Straßen von Moskau gebe es keine Schlangen von Freiwilligen, die sich dem Krieg in der Ukraine anschließen wollten, sagte Baerbock. "Was wir stattdessen sehen, sind mutige Männer, Frauen und sogar Kinder, die auf die Straße gehen, weil sie nicht Teil dieses Krieges gegen die Ukraine sein wollen", ergänzte sie.

    Festnahmen bei Anti-Putin-Protesten

    Bei Protesten gegen die Teilmobilmachung in Russland sind bisher laut Bürgerrechtsportal OVD-Info mehr als 1.300 Menschen festgenommen worden. In Moskau riefen Menschen "Nein zum Krieg!" oder forderten ein "Russland ohne Putin". Fotos und Videos zeigten, wie Polizisten die Demonstranten grob ergriffen und in Busse schleppten.
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    Quelle: dpa

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