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Zu strenge Windrad-Auflagen? - Baerbock wirft Union Windenergie-Blockade vor

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"Wer Klimaschutz sagt, muss auch Windräder bauen", sagt Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock. Der Union wirft sie eine Blockadepolitik vor. Zuletzt stieg die Zahl der Windräder.

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Archivbild
Annalena Baerbock will weniger strenge Auflagen für den Windrad-Bau in Deutschland (Archivbild)
Quelle: Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat der Union eine Blockadepolitik beim Ausbau der Windkraft vorgeworfen. Sie sagte der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag:

Immer noch liegt der Windkraftausbau weit hinter dem Notwendigen zurück, auch weil die Union diesen jahrelang behindert hat.
Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock

"Auf Bundesebene haben sich CDU und CSU vehement gegen höhere Ausschreibungsmengen gesperrt", sagte Baerbock. In Nordrhein-Westfalen habe Unionskanzlerkandidat Armin Laschet sogar gerade erst einen einschneidenden Rückschritt beschlossen: "Die sehr harten Mindestabstände werden den Windkraftausbau in Nordrhein-Westfalen ausbremsen."

Baerbock kritisierte auch die in Bayern geltende 10-H-Regelung, wonach ein Windrad grundsätzlich mindestens das Zehnfache seiner Höhe von Wohnbebauung entfernt sein muss. "Wer Klimaschutz sagt, muss auch Windräder bauen."

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NRW-Ministerin pocht auf Interessenausgleich von Natur und Anwohnern

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) wies die Kritik zurück. Nordrhein-Westfalen rangiere im ersten Halbjahr 2021 beim Ausbau der Windkraft im Bundesländervergleich hinter Niedersachsen und Brandenburg auf dem dritten Platz, sagte sie der dpa. Dies müssten grün-regierte und mit-regierte Bundesländer erst einmal schaffen.

Wenn Bürgerschaft und Kommunen darüber hinaus in Außenbereichen mehr Windräder bauen wollen, können sie das vor Ort selbst entscheiden.
NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU)

Nordrhein-Westfalen sei das am dichtesten besiedelte Bundesland in der gesamten Republik. "Die Landesregierung hat daher einen Ausgleich zwischen den berechtigten Interessen der Bevölkerung, der Natur und dem weiteren Ausbau der Windenergie geschaffen. Mit dem Schutzabstand von 1.000 Metern habe die Landesregierung den Rahmen der Bundesgesetzgebung in Anspruch genommen.

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2021 schon deutlich mehr neue Windräder

In Deutschland sind im ersten Halbjahr 2021 deutlich mehr neue Windräder an Land hinzugekommen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden 240 neue Windenergieanlagen mit einer Leistung von zusammen 971 Megawatt installiert - im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies eine Steigerung von 62 Prozent. Das geht aus Zahlen der Branchenverbände Bundesverband Windenergie sowie VDMA Power Systems hervor.

Ausreichend zum Erreichen der Klimaziele ist das aus Sicht der Branche aber nicht. "Wir sind natürlich damit zufrieden, dass wir nach der tiefsten Krise wieder einen Anstieg erleben", sagte der Präsident des Bundesverbandes Windenergie, Hermann Albers, dem "ARD"-Hauptstadtstudio. Das Ausbautempo aber müsse deutlich beschleunigt werden.

Für das gesamte Jahr 2021 rechnen die Verbände laut "ARD" mit einem Zubau von 2,2 bis 2,4 Gigawatt an Leistung. In den Spitzenjahren 2014 bis 2017 lag dieser zwischen 3,5 und knapp 4,9 Gigawatt pro Jahr.

Armin Laschet

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Nordrhein-Westfalen sei eines der Länder, das am meisten tut gegen den Klimawandel, sagt Armin Laschet. Umweltaktivisten sehen das völlig anders. Was ist dran an der Behauptung?

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