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Außenministerin Baerbock : Keine Waffenruhe zu Russlands Bedingungen

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Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) sieht keine "ehrlichen Anzeichen" für einen Rückzug Russlands in der Ukraine. Eine Waffenruhe zu Moskaus Konditionen hält sie für abwegig.

Annalena Baerbock
Annalena Baerbock sieht keine Anzeichen für einen Rückzug Russlands in der Ukraine.
Quelle: epa

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hält eine Waffenruhe zu russischen Konditionen in der Ukraine für abwegig. Diese würde den "Schrecken" der Menschen in der Ukraine nicht beenden, "im Gegenteil", sagte Baerbock der "Bild am Sonntag".

Niemand außer dem russischen Präsidenten Wladimir Putin habe den Krieg begonnen, "und wenn Putin es will, dann ist der Krieg morgen vorbei", fügte sie hinzu. Derweil versuchten die ukrainischen Behörden am Wochenende, nach einer russischen Angriffswelle die Stromversorgung in den Städten wiederherzustellen.

Baerbock: Keine ehrlichen Anzeichen für Rückzug

Baerbock sagte, leider gebe es "alles andere als ehrliche Anzeichen" für einen Abzug der russischen Truppen. Am schlimmsten sei die Lage für die Menschen in den besetzten Gebieten. "Hier fehlt es nicht nur an Strom und Wärme, nicht einmal internationale Hilfslieferungen kommen hierher durch", sagte Baerbock. "Jeden Tag leben die Menschen in Angst vor Verschleppung, Folter, Mord durch die russischen Besatzungstruppen."

Präsident Selenskyj hat per Videobotschaft mitgeteilt, dass nach heftigen russischen Angriffen fast sechs Millionen Ukrainer wieder mit Strom versorgt sind.

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EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola forderte derweil zusätzliche finanzielle und militärische Unterstützung für die Ukraine. "Dieser Krieg muss dringend beendet werden. Und die Ukraine muss diesen Krieg gewinnen", sagte Metsola den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dies bedeute "mehr Waffen für die Ukraine, mehr finanzielle und humanitäre Hilfe, mehr praktische Solidarität und mehr Sanktionen gegen Russland".

Selenskyj: "Das Wichtigste heute ist Energie"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte am Samstagabend, nach der jüngsten russischen Angriffswelle am Vortag sei es gelungen, bei knapp sechs Millionen Ukrainern die Stromversorgung wiederherzustellen. Es gebe aber weiterhin Probleme bei der Wärme- und Wasserversorgung und "großflächige Ausfälle" in vielen Regionen. "Das Wichtigste heute ist Energie", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Ansprache.

Es gibt noch viel zu tun, um das System zu stabilisieren.
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Sonntag mit, Minister Sergej Schoigu sei in den "südlichen Militärbezirk" gereist und habe Truppen in den "Gebieten der militärischen Spezialoperation" besucht. Schoigu habe sich auch an die Front begeben, um mit Soldaten zu sprechen, hieß es vom Verteidigungsministerium im Onlinedienst Telegram.

Russland hat erneut zahlreiche Luftangriffe auf die Ukraine gestartet. Durch die Schäden am Stromnetz ist der Energieverbrauch im Land um rund die Hälfte zurückgegangen.

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Angriffe auf Infrastruktur der Ukraine

Seit Wochen führt Russland regelmäßig Angriffe auf die Energie-Infrastruktur der Ukraine aus, zuletzt am Freitag. Während die Regierung in Kiew und westliche Verbündete von Kriegsverbrechen sprechen, gibt Moskau an, Einrichtungen anzugreifen, die in Verbindung mit dem Militär stehen sollen.

Der Gouverneur der russischen Grenzregion Belgorod gab am Sonntag bekannt, dass ein Mensch bei ukrainischen Angriffen getötet worden sei. Fünf weitere Menschen seien in der gleichnamigen Stadt und einem nahe gelegenen Bezirk verletzt worden, schrieb Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram. Seinen Angaben zufolge wurden außerdem Häuser und Autos beschädigt.

Montage: Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj vor einem Blick auf das zerstörte Mariupol

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