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Interview

GDL-Chef über den Bahnstreik - Weselsky: "Sollen wir dauerhaft untergehen?"

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Auch heute geht der Bahnstreik weiter - mit dem bisherigen Streikergebnis sei man "zufrieden", so GDL-Chef Weselsky im ZDF. Eine Basis für neue Verhandlungen gebe es derzeit nicht.

Heute Nacht um 2 Uhr beendet die Lokführer-Gewerkschaft GDL ihren bislang längsten Streik. Doch in den Tarifverhandlungen mit der Bahn ist bisher noch keine Lösung in Sicht.

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Bei der Deutschen Bahn ist der voraussichtlich letzte volle Tag der dritten Streikrunde im Tarifkonflikt mit der Lokführergewerkschaft GDL angelaufen. Der Ausstand der GDL im Personen- und den Güterverkehr soll noch bis Dienstagmorgen um 2 Uhr dauern. Die Bahn rief ihre Fahrgäste dazu auf, Reisen wenn möglich zu verschieben und sich regelmäßig über das Angebot zu informieren.

GDL-Chef: Sind sehr zufrieden

Die Lokführergewerkschaft zeigte sich derweil zufrieden mit dem bisherigen Streikergebnis. "Was die Frage des Streikergebnisses betrifft, sind wir sehr zufrieden", sagte GDL-Chef Claus Weselsky im ZDF Morgenmagazin. So gut wie keine Züge würden derzeit fahren, "sowohl im Regionalverkehr als auch im Fernverkehr", so Weslesky.

Fahrgäste der Bahn und Urlaubsreisende haben am Wochenende erneut massive Einschränkungen beim Zugverkehr hinnehmen müssen. Wegen des anhaltenden Streiks fielen rund 70 Prozent der Züge im Fernverkehr aus.

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"Wir haben das Glück, dass die Wettbewerbsbahnen, mit denen wir Tarifverträge abgeschlossen haben, ihren Verkehr komplett aufrecht erhalten. Dort sind wir in der Friedenspflicht." Diese seien auch der Beweis dafür, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten die "ordentlichen Lohnerhöhungen zugestehen".

Weselsky: Keine Basis für neue Verhandlungen

Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn sieht die GDL keine Basis für neue Verhandlungen. Die Gewerkschaft sei zu weiteren Gesprächen bereit, wenn ein verhandlungsfähiges Angebot von der Bahn komme, sagte GDL-Chef Claus Weselsky im ZDF weiter. Das sogenannte Angebot der Bahn sei nur eine vorgetäuschte Verbesserung.

"Zwischen der GDL und der Bahn gab es bislang keine Annäherungsversuche und Kompromisse", so ZDF-Korrespondentin Melanie Haack zur aktuellen Streiksituation.

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Die Bahn wolle die GDL auf Lokführer und Zugbegleiter beschränken und dieser verweigern, Tarifverträge für die Werkstatt und Verwaltung abzuschließen. Hier würden Grundrechte tangiert. Es solle dauerhaft verhindert werden, dass die GDL die Mehrheit im Betrieb habe. "Und dagegen wehren wir uns", sagte Weselsky. Es gehe hier nicht um Vormachtstellung.

Ich muss mich nicht einigen auf 3,2 Prozent, wenn die Bahn uns dauerhaft beschränkt auf Lokführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen und damit verhindert, dass wir die Mehrheit im jeweiligen Betrieb tatsächlich auch erreichen können.
GDL-Chef Claus Weselsky

Weselsky weist Kritik von DGB zurück

Weselsky wies Kritik von DGB-Chef Reiner Hoffmann zurück und sieht die GDL zu Unrecht an den Pranger gestellt. Hoffmann hatte der GDL Partikularinteressen und Profilierungsversuche gegen die größere Bahngewerkschaft EVG vorgeworfen. Weselsky sagte, er würde sich wünschen, dass auch ein Vorsitzender eines Dachverbandes von Gewerkschaften Ursache und Wirkung im Blick behalte.

Der DGB-Chef sei derjenige gewesen, der das Tarifeinheitsgesetz initiiert habe. Und jetzt werde der GDL vorgeworfen, für mehr Mitglieder zu werben. "Also ich weiß nicht ganz genau, für was das Gesetz denn geschaffen worden ist." Dieses sage ganz klar: Wer mehr Mitglieder im Betrieb habe, dessen Tarifverträge bleiben in die Zukunft hinein erhalten.

FAQ

Die Forderungen im Überblick - Worum es im Tarifkonflikt bei der Bahn geht 

Zum Streik bei der Bahn gibt es eine lange Vorgeschichte - und mittlerweile sind die Fronten zwischen Bahn und GDL verhärtet. Worum es beim Tarifkonflikt geht: ein Überblick.

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