Sie sind hier:

Folgen globaler Krisen : Baubranche: Furcht vor Lieferengpässen

Datum:

Die Baubranche blickt sorgenvoll in die Zukunft. Der Corona-Shutdown in Shanghai sowie der Ukraine-Krieg könnten zu Lieferengpässen und steigenden Preisen führen.

Bauarbeiter auf einer Baustelle im bayerischen Landsberg am Lech.
Eine Baustelle im bayerischen Landsberg am Lech.
Quelle: dpa

Die Unternehmen der Baubranche blicken angesichts steigender Preise und drohender Lieferengpässe bei Baustoffen mit Sorgen in die Zukunft. "Noch sind die Firmen positiv gestimmt", sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes, Felix Pakleppa, der Nachrichtenagentur dpa. "Es gibt ein großes Aber, das sind die Lieferketten."

Entscheidend sei die weitere Entwicklung mit Blick etwa auf die Versorgung mit Stahl oder dem für den Straßenbau wichtigen Bitumen. "Da gucken wir mit großer Sorge auf den Krieg in der Ukraine - und auf Shanghai." Der Corona-Lockdown in der chinesischen Metropole könnte auch für die Baubranche in Deutschland Folgen haben. "Viele Vorprodukte kommen aus dem asiatischen Raum", sagte Pakleppa.

Hohe Energiepreise, fehlende Rohstoffe und Lieferengpässe: Die Folgen des Ukraine-Kriegs bremsen die deutsche Wirtschaft laut Ifo-Institut 2022 deutlich nach unten.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Shanghai ist nicht das Hauptproblem

Wenn der Betrieb im Hafen von Shanghai dauerhaft gestört sei, seien Lieferprobleme unausweichlich. "Das betrifft vieles, was wir auf Baustellen brauchen: Dämmstoffe, Kunststofffenster, Ummantelung von Kabeln, Schalter", so Pakleppa. Shanghai sei zwar nicht das Hauptproblem. "Aber in Kombination mit dem Krieg in der Ukraine macht es die Lage zusätzlich kompliziert."

Auch ein Ölembargo gegen Russland könnte die Branche empfindlich treffen, warnte der Verbandsgeschäftsführer. Wenn beispielsweise in der Raffinerie im brandenburgischen Schwedt kein russisches Erdöl mehr verarbeitet werde, habe das erhebliche Folgen für die Bitumen-Produktion.

Der anhaltende Corona-Lockdown in Shanghai führt zu Unruhen in der Bevölkerung. Es wird berichtet von verheerenden Zuständen in den Quarantäne-Unterkünften und mangelnder Versorgung der Infizierten. Die staatliche Propaganda zeigt ein anderes Bild.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Baubranche noch positiv gestimmt

Aktuell schätze die Branche die Situation aber noch positiv ein, sagte Pakleppa mit Hinweis auf die Frühjahrsumfrage des Verbands. Die rund 1.200 Unternehmen, die sich daran beteiligten, schätzten ihre Geschäftslage positiv (44 Prozent) oder zumindest befriedigend (39 Prozent) ein. Allerdings erwarte knapp die Hälfte der Unternehmen eine Verschlechterung der Geschäfte, sagte Pakleppa.

Sorgen machen den Betrieben auch die Preissteigerungen bei Baustoffen. Davon berichteten Pakleppa zufolge bei der Frühjahrsumfrage 96 Prozent der Bauunternehmen. "82 Prozent gehen davon aus, dass die Einkaufspreise weiter deutlich zulegen", so der Verbandsgeschäftsführer. Das betreffe vor allem Betonstahl und erdölbasierte Baustoffe - aber nicht nur: Auch bei Holz oder mineralischen Dämmstoffen steigen die Preise nach Beobachtung des Verbands deutlich.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.