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Söder droht mit Ausgangssperre

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Coronavirus in Bayern - Söder droht mit Ausgangssperre

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Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus droht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nun ganz konkret mit einer Ausgangssperre für den ganzen Freistaat.

Bayern schließt flächendeckende Ausgangsbeschränkungen nicht aus, falls geltende Einschränkungen von der Bevölkerung nicht beachtet werden. Für drei Orte in Bayern gelten bereits entsprechende Verbote.

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"Wenn sich viele Menschen nicht freiwillig beschränken, dann bleibt am Ende nur die bayernweite Ausgangssperre als einziges Instrumentarium, um darauf zu reagieren. Das muss jedem klar sein", sagte Söder am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Landtag in München.

Viele hielten sich nicht an die Empfehlungen im Kampf gegen das Coronavirus. "Wir können da nicht endlos zuschauen. Wir dürfen kein zweites Heinsberg oder Ischgl zulassen."

Söder: Soziale Kontakte ausdünnen

Söder mahnte, im Kampf gegen die Krise müsse man soziale Kontakte ausdünnen und das öffentliche Leben herunterfahren. Nur dann könne das Gesundheitssystem den bevorstehenden Stresstest bestehen.

Hier geht es um Leben und Tod.
Markus Söder

Der CSU-Chef sagte, das schöne Wetter verführe zwar zu Treffen mit Freunden an der Isar, im Englischen Garten, am Tegernsee oder an vergleichbaren Orten in Bayern. Es liege aber an jedem Einzelnen, seinen Beitrag zu leisten.

Söder rief explizit dazu auf, keine wechselseitigen Einladungen von Kindern zu erlauben. Mit scharfen Worten kritisierte er unter anderem sogenannte "Corona-Partys". Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Bayern sei innerhalb eines Tages um rund 400 auf 2.282 gestiegen. Es gebe im Freistaat inzwischen zehn Todesfälle. "Die Fälle nehmen immer mehr und immer stärker zu", sagt Söder.

Bundesweite Ausgangssperre bislang kein Thema

Eine deutschlandweite Ausgangssperre ist derzeit noch kein Thema. In ihrer Fernsehansprache hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lediglich gesagt, dass die Bundesregierung prüfen werde, ob weitere Maßnahmen nötig werden könnten. Kanzleramtsminister Helge Braun hatte am Vorabend im ZDF betont, dass die Regierung bislang keine Ausgangssperre erwogen habe.

Im Kampf gegen das Coronavirus verhängen immer mehr Länder in Europa Ausgangssperren. In Deutschland hält Kanzleramtsminister Braun diese Maßnahme für "nicht erforderlich".

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