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Der Druck auf den Libanon wächst

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Zerstörtes Beirut - Der Druck auf den Libanon wächst

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Es brodelt in Beirut. Heute, am Tag vieler Beerdigungen, werden wieder Proteste gegen die Regierung erwartet. Auch Helfer und die internationale Gemeinschaft machen Druck.

Die Demonstrationen nach den Explosionen könnten möglicherweise gewalttätig werden. "Man bereitet sich auf Ausschreitungen vor", so Nah-Ost-Experte Uli Gack.

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Vier Tage nach der verheerenden Explosion in Beirut sollen an diesem Samstag viele Opfer der Katastrophe beerdigt werden. Aktivisten haben für den Nachmittag zudem zu Demonstrationen gegen die Regierung aufgerufen, die sie für die Detonation verantwortlich machen.

Rettungshelfer suchen in den Trümmern weiter nach Opfern. Die deutschen Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) zeigten sich schockiert über das Ausmaß der Zerstörung.

USA versprechen Libanon Hilfe

US-Präsident Donald Trump sagte unterdessen seine Teilnahme an der von Frankreich organisierten internationalen Geberkonferenz für den Libanon zu. Er werde sich am Sonntag an der Videokonferenz mit Macron sowie Vertretern der libanesischen Regierung und zahlreicher anderer Länder beteiligen.

Die Menschen im Libanon verdienen Rechenschaft sowie eine Regierung, die der Sicherheit und dem Wohlbefinden ihrer Bürger Priorität einräumt.
US-Außenminister Mike Pompeo

Nach den Explosionen in Beirut hat Frankreich eine internationale Geberkonferenz geplant. Präsident Macron und US-Präsident Trump haben ihre Teilnahme angekündigt.

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Sein Außenminister Mike Pompeo bekräftigte unterdessen die Zusage von 17 Millionen Dollar Katastrophenhilfe für den Libanon. Pompeo forderte in einer vom State Department verbreiteten Erklärung eine "gründliche und transparente" Untersuchung des Unglücks.

Fenster Ausblick über die zerstörte Stadt von Beirut.

Nachrichten | Politik -
Eine traumatisierte Stadt
 

Beirut nach der Explosion - eine interaktive Story.

Hafen-Verantwortliche festgenommen

Am Freitag wurden Verantwortliche des Hafens von Beirut festgenommen. Dazu zählten Zoll-Chef Badri Dahir, dessen Vorgänger Schafik Mirhi und Hafen-Direktor Hassan Kuraitim, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Bereits am Vorabend waren 16 Hafen-Mitarbeiter festgenommen worden.

Der libanesische Präsident Michel Aoun erklärte am Freitag, bei den Ermittlungen solle untersucht werden, ob die Explosion durch Fahrlässigkeit verursacht worden sei. Aber auch eine "ausländische Einmischung" durch eine Rakete oder Bombe werde geprüft. Dafür gibt es bislang allerdings keinerlei Anzeichen.

Das ZDF spezial am Tag nach der Explosion.

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Interpol unterstützt Ermittlungen

Die internationale Polizeiorganisation Interpol unterstützt die örtlichen Behörden mit Experten. Dabei gehe es unter anderem um die Identifizierung von Opfern, teilte Interpol in Lyon mit. Interpol werde jegliche Hilfe leisten, die vom Libanon beantragt werde, erklärte Generalsekretär Jürgen Stock.

An der Suche nach Überlebenden waren internationale Teams beteiligt, darunter auch das THW. Ein Krisenunterstützungsteam (KUT) der Bundeswehr sollte am Freitag in Libanons Hauptstadt eintreffen. Dazu zählen Soldaten und zivile Experten.

Durch die Explosion wächst der Druck auf die Regierung. Auch viele Staaten und internationale Organisationen verlangen im Gegenzug für finanzielle Hilfe weitgehende Reformen. Der Libanon leidet seit Monaten unter einer der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrisen seiner Geschichte, die durch die Corona-Pandemie noch verschärft wurde.

Die Explosion hat die Wut vieler Libanesen auf die Regierung weiter gesteigert. Sie werfen der politischen Elite schon seit langem Korruption und Ausbeutung des Landes vor.

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Libanon - Alles zur Explosion in Beirut
 

Eine Explosion hat in Beirut mehr als 170 Menschen das Leben gekostet, Tausende wurden verletzt. Die Explosion trifft den Libanon mitten in einer Wirtschafts...

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