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Beirut: Auch deutsche Hilfe rollt an

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THW und Bundeswehr - Beirut: Auch deutsche Hilfe rollt an

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Nach der verheerenden Detonation in Beirut ist die weltweite Solidarität groß. Auch Hilfe aus Deutschland ist jetzt auf dem Weg. Frankreichs Präsident Macron ist heute im Libanon.

Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt die Bergungsarbeiten in Beirut. DRK-Mitarbeiterin Oana Bara zur Lage und den Folgen der Katastrophe für die libanesische Bevölkerung.

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Hilfe aus Deutschland für die Opfer der verheerenden Explosion in Beirut rollt an. Das Technische Hilfswerk (THW) entsandte erste Kräfte: Im Auftrag der Bundesregierung brachen ein Team der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) sowie ein Botschaftsunterstützungsteam am Mittwochabend in den Libanon auf, wie die Organisation mittelte.

Vor Ort werden unsere Einsatzkräfte unter anderem die Lage erkunden und beurteilen, Verschüttete lokalisieren und retten, Gebäudeschäden beurteilen und die Botschaft unterstützen.
Sabine Lackner, THW-Vizepräsidentin

Bundeswehr schickt Erkundungsteam

Deutschland bietet dem Libanon auch einen größer angelegten Hilfseinsatz der Bundeswehr an. Am Vormittag soll ein medizinisches Erkundungsteam in Beirut eintreffen. Zudem sei die Korvette "Ludwigshafen am Rhein" von Limasol auf Zypern in Richtung Libanon entsandt worden, teilte das Verteidigungsministerium mit.

Darüber hinaus sei ein schnell verlegbares Luftlanderettungszentrum des Sanitätsdienstes der Bundeswehr in Alarmbereitschaft versetzt worden, hieß es weiter. Das hochmobile Lazarett könnte demnach in weniger als 96 Stunden in Beirut eingesetzt werden.

Bereits am Mittwoch hatte das Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass die Bundeswehr ihre Klinik-Flugzeuge in Bereitschaft versetzt habe. Die MedEvac-Airbusse könnten "sofort aktiviert" werden, wenn eine entsprechende Anfrage aus dem Libanon eingehe, sagte ein Sprecher.

Zwei Tage nach der Katastrophe in Beirut gibt es bereits über 130 Tote und Tausende Verletzte. Nun suchen Helfer nach Überlebenden, denn etwa 100 Menschen werden noch vermisst.

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Macron nach Beirut gereist

Neben Deutschland haben auch viele weitere Regierungen ihre Hilfe angeboten. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron reiste am Donnerstagmorgen persönlich in den Libanon. Bereits am Mittwoch hatte Frankreich zwei Armeeflugzeuge mit medizinischer Ausrüstung und Hilfspersonal nach Beirut entsandt.

Nach offiziellen Angaben kamen am Dienstag bei der Explosion in Beirut mindestens 135 Menschen ums Leben, etwa 5.000 weitere wurden verletzt. Unter den Trümmern werden weitere Vermisste vermutet. Häuser in weiten Teilen der Stadt wurden zerstört oder beschädigt. Bis zu 300.000 Menschen seien obdachlos geworden.

Nach Regierungsangaben waren 2.750 Tonnen ohne geeignete Vorsichtsmaßnahmen gelagertes Ammoniumnitrat explodiert, das vor Jahren beschlagnahmt worden war. Die Substanz kann für Düngemittel oder zur Herstellung von Sprengstoff verwendet werden. Die genaue Ursache für die Explosion ist noch unklar.

Explosion in Beirut: Vor und nach der Explosion

Beirut nach der Explosion -
Diese Bilder zeigen das Ausmaß der Zerstörung
 

Bis zu 300.000 Menschen verloren durch die Explosion in der libanesischen Hauptstadt ihr Zuhause. Eindrückliche Vorher-Nachher-Bilder zeigen die Zerstörung in Beirut.

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