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Märtyrer-Platz in Beirut geräumt

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Nach Demonstrationen im Libanon - Märtyrer-Platz in Beirut geräumt

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Durch massiven Einsatz von Tränengas haben Sicherheitskräfte am Abend Demonstanten vom Märtyrer-Platz abgedrängt, berichtet ZDF-Korrespondent Uli Gack aus Beirut.

Vier Tage nach der tödlichen Explosion in Beirut wächst die Wut auf die Regierung. Bei Protesten eskalierte die Lage.

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Am Abend haben Sicherheitskräfte mit Tränengas Demonstranten vom Märtyrer-Platz abgedrängt. Hier fand bis zum Abend eine Trauer- und Protestkundgebung statt. "Es ist mittlerweile ruhig", berichtet ZDF-Korrespondent Uli Gack aus Beirut. Zuvor hatten Demonstranten das libanesische Außenministerium gestürmt. An den Protesten gegen die politische Elite des Landes nahmen Tausende teil.

Auch das Energie- und das Wirtschaftsministerium sowie der Sitz des libanesischen Bankenverbandes wurden gestürmt, ein Mensch kam bei den Protesten ums Leben. Nach Angaben des libanesischen Roten Kreuzes wurden mindestens 170 Personen verletzt.

Im libanesischen Sender MTV war zu sehen, wie Demonstranten am Rande des Protests versuchten, die Absperrungen zum Parlament zu durchbrechen. Sprechchöre waren zu hören, unter anderem "Revolution, Revolution". Die Polizei setzte Tränengas gegen Steinewerfer ein. Viele Menschen im Libanon machen die Regierung für die Explosion verantwortlich.

Beirut: Massiver Einsatz von Tränengas am Abend

Am Mohammed-Al-Amin-Platz war es am späten Nachmittag erst relativ friedlich, berichtete ZDF-Reporter Axel Storm aus Beirut. Immer wieder hätten Sicherheitskräfte allerdings vereinzelt Tränengas eingesetzt. Gegen Abend eskalierte die Lage. "Es ist relativ eindeutig, dass die Polizei und die Armee und die Spezialkräfte, die hier vor Ort sind, dafür Sorgen wollen, dass die Leute nach Hause gehen. Aber ich glaube, genau das wird nicht passieren."

ZDF-Reporter Axel Storm berichtet über die Lage vor Ort.

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Die Zahl der Toten nach der Explosion im Hafen von Beirut ist inzwischen auf 158 gestiegen, wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte. Gut 6.000 Menschen wurden verletzt.

Demonstranten wollen politische Reformen im Libanon

"Der Aufstand und die Revolution gehen weiter", sagte einer der Demonstranten dem Sender MTV. Präsident Michael Aoun, Regierungschef Hassan Diab und die gesamte politische Führungsspitze seien für die Detonation verantwortlich.

Regierungschef Diab kündigte am Abend an Neuwahlen im Libanon anzustreben. Die Demonstranten fordern weitgehende Reformen. "Aber die Leute sagen uns ihr Zorn sei unendlich, sie wollen weitermachen", berichtet Uli Gack. Es sei wahscheinlich, dass der Staatszerfall im Libanon weiter fortschreite. "Im Libanon ist eigentlich alles möglich. Nur, dass es so weitergeht wie bisher, das halte ich für ausgeschlossen."

ZDF-Korrespondent Uli Gack aus Beirut: Nach Protesten gegen die Regierung habe sich die Lage zwar etwas beruhigt, doch „der Zorn der Bevölkerung sei unendlich“. Es sei wahrscheinlich, dass der „Staatsverfall zunehmend eintritt“. Das Chaos nehme zu.

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Große Solidarität unter Libanesen

Bei den Aufräumarbeiten nach der Explosionskatastrophe fühlen sich viele Libanesen von der Regierung im Stich gelassen. Gleichzeitig zeigen sie untereinander große Solidarität.

In den stark zerstörten Vierteln rund um den Hafen waren auch am Samstag Dutzende freiwillige Helfer im Einsatz. Im Hafen gingen die Bergungsarbeiten weiter. Rettungshelfer bargen 25 Leichen aus den Trümmern. Einem Sprecher des Gesundheitsministeriums zufolge werden noch immer rund 45 Menschen vermisst, überwiegend Hafenarbeiter.

Hilfe für Beirut -
Frankreich organisiert Geberkonferenz
 

Nach den Explosionen in Beirut hat Frankreich eine internationale Geberkonferenz geplant. Präsident Macron und US-Präsident Trump haben ihre Teilnahme angekündigt.

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