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Proteste gegen Lukaschenko - Mehr als 100.000 Demonstranten in Belarus

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Mehr als 100.000 Menschen haben am Sonntag erneut gegen den belarussischen Präsidenten Lukaschenko demonstriert. Die Staatsmacht setzte wieder Armee und Wasserwerfer ein.

In Belarus haben erneut Zehntausende Menschen gegen Machthaber Lukaschenko protestiert. Der Präsident versucht unterdessen, die internationale Berichterstattung abzuwürgen.

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Mehr als 100.000 Menschen haben bei der achten großen Sonntagsdemonstration in Folge in Belarus gegen Machthaber Alexander Lukaschenko protestiert.

Der Zustrom unerschrockener Menschen bei den größten und längsten Protesten in der Geschichte des Landes sei ungebrochen, hieß es am Sonntag in der Hauptstadt Minsk.

Lukaschenko setzt auf die Armee und Wasserwerfer

Lukaschenkos Machtapparat setzte einmal mehr auch die Armee sowie mehrere Panzerfahrzeuge ein, um die Menschen abzuschrecken. In Minsk kamen auch Wasserwerfer zum Einsatz, wie die Behörden bestätigten.

Uniformierte in Sturmhauben und ohne Erkennungszeichen gingen erneut brutal gegen die friedlichen Demonstranten bei der nicht genehmigten Kundgebung vor.

Schon zu Beginn der traditionellen Nachmittagsdemonstration wurden zahlreiche Menschen festgenommen, darunter auch Journalisten.

Die EU hat auf einem Sondergipfel Sanktionen gegen belarussische Funktionäre verhängt.

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Der Protest war diesmal den politischen Gefangenen im Land gewidmet. Die Menschen forderten die Freilassung der Inhaftierten. Auch in anderen Städten des Landes gab es Aktionen.

Tichanowskaja zieht die Fäden im Ausland

Die Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja, die aus Sicht der Demokratiebewegung die wahre Siegerin der Präsidentenwahl vom 9. August ist, ruft aus ihrem Exil heraus zu den Massenprotesten auf.

Trotz des beispiellosen Drucks mit Festnahmen und starkem Aufgebot an Einsatzkräften gelinge es dem Machtapparat nicht, den Freiheitsdrang der Menschen zu brechen.

Trotz eines massiven Polizeiaufgebots protestieren in Belarus Zehntausende Menschen regelmäßig gegen Präsident Lukaschenko.

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Zugleich beklagte sie, dass es ein weiteres "Opfer des Regimes" Lukaschenko gebe. Im Gefängnis starb, wie die Behörden bestätigten, ein 41-jähriger Mann. Nach offiziellen Angaben war er aus einem Doppelstockbett gefallen und hatte sich dabei tödliche Verletzungen zugezogen.

Dagegen warf Tichanowskaja den Behörden "Lügen" vor. Ärzte hätten eine eingeschlagene Schädeldecke mit offenem Schädelbruch, gebrochene Rippen und Blutergüsse sowie andere Verletzungen am Körper des Mannes festgestellt, sagte sie.

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