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Migranten in Belarus - Tausende hoffen weiter auf EU-Grenzöffnung

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Ein Flug bringt hunderte Migranten von Belarus zurück in den Irak - andere werden in einer Lagerhalle untergebracht. Noch immer hoffen Tausende auf eine Öffnung der EU-Grenze.

Mehrere hundert Iraker haben in Belarus ihre Hoffnung auf eine Weiterreise in die Europäische Union aufgegeben und sind am Abend zurück in ihre Heimat geflogen. Rund 400 Migranten starteten nach Angaben der belarussischen Regierung von Minsk aus in …

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Zu Hunderten haben Migranten die Sicherheitszone in Belarus an der mit Stacheldraht verstärkten Grenze zu Polen verlassen. Viele bezogen eine Notunterkunft in einer Lagerhalle in einem Logistikzentrum wenige Hundert Meter von der Grenze in Brusgi entfernt, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur von vor Ort berichtete.

Angst vor Rückkehr in Heimatländer

"Ich habe Angst, dass ich deportiert werde und im Irak sterbe", sagte der kurdische Student Hoshmand Abdalla in der Lagerhalle mit etwa 2.000 Menschen. Hunderte Iraker reisten indes von der belarussischen Hauptstadt Minsk aus freiwillig mit einem Evakuierungsflug nach Bagdad zurück.

Tausende Migranten harren aber weiter aus - in der Hoffnung, dass sich in Belarus die EU-Grenzen zu Polen oder zu Litauen noch öffnen:

Wir wollen ein besseres Leben in der EU, in Deutschland.
Faraidun Qadir, Migrant

Polnische Sicherheitskräfte haben in der Nacht rund 100 Migranten an der Grenze zu Belarus festgenommen. Diese hatten die Grenzanlagen überwunden. Ihr Ziel: die EU.

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Hunderte fliegen zurück in Irak

Vor allem nach dem inzwischen zweiten Gespräch von Kanzlerin Angela Merkel mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko setzen sie auf eine Lösung in ihrem Sinne. Doch dass sich die Grenzen öffnen, ist nicht in Sicht.

Vielmehr läuft nun nach den Telefonaten Merkels die humanitäre Hilfe immer intensiver an. Schnell hat sich herumgesprochen, dass die Europäische Union 700.000 Euro schicken will, um die Menschen besser zu versorgen.

Obwohl viele fast am Ende ihrer Kräfte sind, hält sie die Hoffnung auf ein besseres Leben in der EU am Laufen. Eine Rückkehr in den Irak oder nach Syrien lehnen sie ab. Dennoch gibt es auch jene, die heimkehren wollen. Ein erster Sonderflug nach Bagdad hob laut der Website des Flughafens am Nachmittag in Minsk ab. Nach offiziellen Angaben aus dem Irak war am Donnerstag die Rückführung von 430 Irakern geplant, die in Belarus gestrandet waren.

Migranten hätten versucht "gewaltsam die Grenze zu stürmen", polnische Sicherheitsbeamte mit Tränengas und Wasserwerfern geantwortet, so ZDF-Reporterin Anna Feist in Białystok über die Situation an der belarussischen Grenze.

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Seehofer: Keine Absprache zu "humanitärem Korridor"

Lukaschenkos Sprecherin Natalja Eismont erklärte zudem, dass der belarussische Staatschef gefordert habe, Merkel solle einen "humanitären Korridor" für 2.000 Migranten aushandeln. Im Gegenzug dazu habe er bei einem Telefonat mit der Kanzlerin angeboten, sich um die Rückkehr von 5.000 Migranten in ihre Heimatländer zu bemühen. Bei vielen Migranten, die mit Touristenvisum nach Belarus eingereist sind, löste das Sorge vor einer Deportation aus.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) stellte klar, dass die Bundesregierung keine Vereinbarung mit Belarus über die Aufnahme von 2.000 Migranten getroffen hat. Der geschäftsführende Minister sagte in Warschau nach einem Treffen mit Polens Innenminister Mariusz Kaminski:

Diese Meldung ist falsch.
Horst Seehofer

EU-Kommission: Diskussion um 2.000 Migranten "nicht bekannt"

Von der EU-Kommission hieß es auf die Frage, ob auf europäischer Ebene Gespräche darüber stattfinden, wie 2.000 Migranten aufgeteilt werden könnten:

Der EU-Kommission ist nicht bekannt, dass es irgendwelche Diskussionen dieser Art gibt.
EU-Kommission

Verloren zwischen den Fronten

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EU droht mit Sanktionen

Um zu verhindern, dass Migranten zur Weiterschleusung in die EU nach Belarus gebracht werden, hatte die Europäische Union zuletzt harte Sanktionen auch gegen ausländische Fluggesellschaften angedroht. Daraufhin verfügte zum Beispiel die Türkei, dass Staatsbürger mehrerer arabischer Länder nicht mehr vom türkischen Staatsgebiet aus nach Belarus fliegen dürfen.

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