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Generalstreik in Belarus - Druck auf Lukaschenko erhöht

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Die Demokratiebewegung in Belarus will den Druck auf Machthaber Lukaschenko erhöhen: Nach den Massenprotesten am Wochenende folgt nun ein Generalstreik - trotz erneuter Festnahmen.

Mit Streiks und neuen Protesten erhöht die Demokratiebewegung in Belarus den Druck auf Präsident Lukaschenko. Die Bürgerrechtlerin Tichanowskaja hatte ihm ein Ultimatum bis Sonntag gestellt.

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In Belarus hat ein Generalstreik begonnen. Damit will die Opposition den umstrittenen Präsidenten Alexander Lukaschenko zum Rücktritt zwingen. Fabrikarbeiter skandierten Parolen und Studenten schlossen sich dem Protest mit einem Sitzstreik an, wie Medienbilder am Montag zeigten.

Es kam bereits zu Festnahmen durch die Polizei, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Wie groß die Beteiligung an dem Streik ist, war zunächst unklar.

Ultimatum an Lukaschenko ausgelaufen

Der Streik gilt als Nagelprobe dafür, wie groß der Rückhalt der Opposition und von Lukaschenko in der Bevölkerung ist. Nach wochenlangen Protesten hatte die Opposition zu dem Generalstreik aufgerufen - sollte der seit 26 Jahren autoritär regierende Lukaschenko nicht bis Sonntagnacht zurücktreten.

Das Ulimatum lief gestern aus - ohne Erfolg für die Opposition. Lukaschenkos Gegnerin Swetlana Tichanowskaja forderte die Menschen daraufhin auf, an die Zukunft ihrer Kinder zu denken und für ein Leben in Freiheit zu kämpfen. Die 38-Jährige betonte, dass sie verstehe, wenn Menschen um ihre Arbeit fürchteten.

Mit Kraft, Kreativität und Ausdauer

Wer Angst vor Kündigung habe, solle einfach zuhause bleiben, sich krankmelden oder einen sonstigen Vorwand finden, sagte sie. Der Kampf gegen Lukaschenko brauche Kraft, Kreativität und Ausdauer. Es müssten sich viele an dem Arbeitsausstand beteiligen, um Lukaschenkos Staatsmaschinerie zum Stillstand zu bringen, sagte sie

Lukaschenko lehnt die Rücktrittsforderungen ab. Seit der Präsidentschaftswahl vom 9. August hatte es in staatlichen Fabriken immer wieder Streiks gegeben, die aber nie lange aufrecht erhalten wurden.

Trotz Festnahmen: Tausende Demonstranten

Am Sonntag hatten das elfte Wochenende in Folge Tausende Menschen in der Hauptstadt Minsk gegen den 66-jährigen Lukaschenko protestiert. Die Sicherheitskräfte griffen auch diesmal teils mit harter Hand durch, nach Angaben von Menschenrechtlern wurden mehr als 200 Demonstranten festgenommen.

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