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Nach erzwungener Notlandung - Lufthansa fliegt nicht mehr über Belarus

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Die Deutsche Lufthansa will vorerst nicht mehr über den belarussischen Luftraum fliegen. Grund ist die erzwungene Notlandung einer Ryanair-Maschine am Sonntag.

Lufthansa-Logo. Archivbild
Lufthansa-Logo. Archivbild
Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Es solle "keine Überflüge mehr über belarussisches Gebiet" durch die Lufthansa geben. Die Situation werde aber tagesaktuell neu bewertet, sagte eine Sprecherin der Fluggesellschaft dem ZDF. Der nächste Flug wäre am 26. Mai nach Minsk geflogen. Es soll kurz vorher entschieden werden, ob der Flug startet oder nicht. Auch auf Twitter wurde das Vorgehen erläutert:

Aufgrund der aktuell dynamischen Lage setzen wir die Operation im weißrussischen Luftraum vorerst aus.
Deutsche Lufthansa auf Twitter

Lufthansa-Maschine in Minsk wegen Drohungen verspätet

Wegen eines Warnhinweises für den Lufthansaflug LH 1487 von Minsk nach Frankfurt ist das Boarding einer Maschine in Belarus vorübergehend abgebrochen worden. Dies bestätigte die Lufthansa am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagenturm dpa. Vor dem Abflug sollten alle Passagiere einem erneuten Sicherheitscheck unterzogen werden, zudem musste das Flugzeug erneut durchsucht werden. Hierzu musste auch die gesamte Fracht und alle Koffer ausgeladen werden. Betroffen waren 51 Passagiere inklusive fünf Crewmitglieder. Die Maschine konnte der Lufthansa zufolge mit rund zwei Stunden Verspätung dann aber starten und landete am frühen Abend in Frankfurt am Main.

Das Boarding für den Flug nach Frankfurt sei wegen einer Drohung unterbrochen worden, teilte der Flughafen in Minsk im Nachrichtenkanal Telegram mit. In solchen Fällen müssten "umfassende Maßnahmen" ergriffen werden, um die Sicherheit zu gewährleisten, hieß es. Der Flug sollte ursprünglich 13.20 Uhr (MESZ) abheben. Die Drohung sei per E-Mail eingegangen, teilte der Airport mit. Angeblich sei eine "terroristische Tat" angedroht worden.

Um einen Oppositionellen gefangen nehmen zu können, hat Machthaber Lukaschenko ein Flugzeug nach Minsk entführen lassen. Unsere Korrespondentinnen Anne Gellinek und Phoebe Gaa über Konsequenzen und die Rolle Russlands.

Beitragslänge:
2 min
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Erzwungene Notlandung eines Ryanair-Flugzeugs

Am Sonntag war ein Ryanair-Flugzeug auf dem Weg von Athen nach Vilnius von der autoritären Führung in Belarus zur Landung in der Hauptstadt Minsk gezwungen worden. Dabei war laut dem Militär in Minsk auch ein Kampfjet vom Typ MiG-29 aufgestiegen. Den Behörden in Belarus zufolge soll es angeblich eine Drohung gegen das Flugzeug gegeben haben. Im Nachgang sei aber nichts gefunden worden.

An Bord war nach Angaben des Menschenrechtszentrums Wesna auch der vom Machthaber Alexander Lukaschenko international gesuchte Blogger Roman Protassewitsch, der in Minsk festgenommen wurde. Die EU verurteilte das Vorgehen.

Botschaft von Belarus in Berlin - "Buddy Bär"

Vor EU-Gipfel - Minsk, Moskau und das europäische Dilemma 

Die erzwungene Notlandung eines Passagierflugzeugs in Minsk bringt die EU unmittelbar vor dem Gipfel in Brüssel in Zugzwang. Kann sich die EU auf Sanktionen gegen Belarus einigen?

von Anne Gellinek, Brüssel
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