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Proteste gegen Lukaschenko - Fast 250 Festnahmen in Belarus

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Nach einer "Winterpause" nehmen die Proteste der belarussischen Opposition gegen Machthaber Lukaschenko nur langsam wieder Fahrt auf. Die Polizei reagiert dennoch mit Härte.

Polizisten nehmen in Minsk einen Demonstranten fest.
Polizisten nehmen in Minsk einen Demonstranten fest.
Quelle: Uncredited/AP/dpa/Bild vom 27.03.2021

Bei neuen Protestaktionen in Belarus gegen Machthaber Alexander Lukaschenko sind Menschenrechtlern zufolge am Samstag mindestens 245 Menschen festgenommen worden. Nach Angaben des Menschenrechtszentrums Wesna gab es die meisten Festnahmen in der Hauptstadt Minsk.

Opposition mobilisiert weniger Menschen als erhofft

Die Opposition hatte für Samstag bereits im Vorfeld größere Proteste angekündigt. Fotos und Videos zeigten, dass Menschen nur in kleineren Gruppen oder allein auf den Straßen unterwegs waren. Die Opposition schrieb im Nachrichtenkanal Telegram, dass es nicht gelungen sei, viele Menschen zu mobilisieren.

Die Polizei war vor allem in Minsk dennoch mit einem Großaufgebot vor Ort. Zu sehen waren viele Gefangenentransporter. Medien berichteten von wahllosen Festnahmen auf Straßen und Plätzen. Über den Winter hatte es bislang keine größeren Protestaktionen mehr gegeben - auch aus Angst vor Polizei-Gewalt.

Trotz Einschüchterungen, Verhaftungen und Gewalt wollen Lukaschenkos Gegner weiter ihren Protest zeigen. Künstler und Musiker wollen Aufmerksamkeit schaffen, überall wo es möglich ist.

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Polizei in Belarus reagiert mit Härte

Erst am Donnerstag gingen zum sogenannten Tag der Freiheit erstmals wieder Hunderte Menschen gegen Lukaschenko auf die Straße. Die Behörden sprachen von mehr als 200 Festnahmen. Ermittelt wurde zudem auch gegen Autofahrer, die aus Solidarität mit den Demonstranten auf der Straße gehupt hatten, hieß es weiter.

In Minsk protestieren Tausende gegen Präsident Lukaschenko und wehen dabei Weiß-Rot-Weiße Flaggen.
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Nachrichten | Thema - Proteste in Belarus 

Nach der weithin als manipuliert geltenden Präsidentenwahl am 9. August hatten Hunderttausende Menschen den Rücktritt Lukaschenkos und Neuwahlen gefordert. Die Polizei ging immer wieder brutal gegen Demonstranten vor und nahm insgesamt bei den Protesten Zehntausende Menschen fest.

Der als "letzter Diktator Europas" kritisierte Lukaschenko hatte sich nach 26 Jahren an der Macht erneut zum Sieger erklären lassen. Die EU erkennt ihn nicht mehr als Präsidenten an. Er stützt sich insbesondere auf Russland als Verbündeten.

Trotz Einschüchterungen, Verhaftungen und Gewalt zeigen die Gegner von Präsident Lukaschenko weiter ihren Protest: Ein paar Mutige wagen sich in Minsk auf die Straße, Musiker und andere Künstler protestieren mit Liedern, Bildern und Wand-Graffitis.

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