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Neue Proteste nach Studenten-Festnahmen

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Krise in Belarus - Neue Proteste nach Studenten-Festnahmen

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Auch vier Wochen nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl kehrt in Belarus keine Ruhe ein. Nun gibt es neue Proteste nach der Festnahme einiger Studenten.

Die Menschen gehen trotz zahlreicher Festnahmen immer weiter gegen den umstrittenen Machthaber Lukaschenko auf die Straßen.

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Nach vielen Festnahmen von Studenten demonstrieren in Belarus erneut Hunderte Menschen gegen den autoritären Staatschef Alexander Lukaschenko demonstriert. In der Hauptstadt Minsk beteiligten sich am Dienstagabend mehrere Hundert Frauen an einem Protestmarsch, wie Videos im Nachrichtenkanal Telegram zeigten.

Wahllos junge Leute festgenommen

Die Polizei warnte eindringlich vor einer Teilnahme, schritt aber zunächst nicht ein. Die Sicherheitskräfte hatten während der mehr als dreiwöchigen Proteste meist nur Männer in Gewahrsam genommen.

Zuvor hatten landesweit Hunderte Studenten zum Beginn des neuen Semesters demonstriert. Das Menschenrechtszentrum Wesna listete bis zum Abend mehr als 40 Festgenommene mit Namen auf. Darunter seien auch Minderjährige gewesen. Ob sie am Abend wieder frei kamen, ist unklar gewesen. Videos zeigten, wie die Sicherheitskräfte offenbar wahllos junge Leute festnahmen und sie in Polizeibusse zerrten. Dabei hatten auch Frauen versucht, die Uniformierten davon abzuhalten.

Mehrere Journalisten in Gewahrsam

Außerdem nahmen Uniformierte erneut Medienvertreter in Gewahrsam. Wie das unabhängige Portal tut.by am Abend berichtete, sollen sechs Journalisten über Nacht auf einer Polizeistation bleiben. Bereits in den vergangenen Tagen hatten die Behörden Medienvertretern ihre Akkreditierung entzogen, darunter einem ARD-Kamerateam.

Hintergrund der Proteste ist die Präsidentenwahl vor mehr als drei Wochen. Lukaschenko hatte sich danach mit 80,1 Prozent der Stimmen zum Sieger erklären lassen. Die Opposition hält dagegen Swetlana Tichanowskaja für die wahre Siegerin. Die Abstimmung steht international als grob gefälscht in der Kritik.

Regierungsgegner um die Oppositionelle Maria Kolesnikowa kündigten unterdessen die Gründung einer neuen Partei an.

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Kirche beklagt Druck aus Minsk

Unterdessen beklagte die katholische Kirche mehreren Medien zufolge, dass die Staatsführung in Minsk Druck auf sie ausübe. In der vergangenen Wochen waren in einem katholischen Gotteshaus am Unabhängigkeitsplatz im Zentrum der Hauptstadt 40 Minuten lang Menschen von Sicherheitskräften festgehalten worden waren.

Lukaschenko sagte der Staatsagentur Belta zufolge, in Belarus würden keine katholischen Kirchen geschlossen. "Wer aber seine Gemeinde in politische Spielchen hineinzieht, muss sich verantworten."

Vor wenigen Tagen war ein ZDF-Kamerateam festgenommen worden. Kurz vor der Festnahme ist in einem Handyvideo unseres Kamermanns zu sehen, wie der Transporter ohne behördliche Markierungen ankommt.

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