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Belarussisch-polnische Grenze - Putin bestreitet Beteiligung an Konflikt

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Im Streit zwischen der EU und Belarus betont Russlands Präsident: Moskau hat mit dem Konflikt nichts zu tun. Derweil wurde im Grenzgebiet die Leiche eines Flüchtlings entdeckt.

Tausende sitzen derzeit bei eisiger Kälte an der Grenze zwischen Belarus und Polen fest. Auch US-Präsident Joe Biden äußert sich und zeigt sich „besorgt“. Ein Überblick.

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Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine Beteiligung Moskaus an der Krise an der belarussisch-polnischen Grenze bestritten.

Ich möchte, dass es alle wissen. Wir haben nichts damit zu tun.
Wladimir Putin

Das sagte Putin in einem am Samstag vom staatlichen Rundfunksender Westi ausgestrahlten Interview.

Putin ruft Merkel zu Gesprächen mit Lukaschenko auf

Polen und weitere westliche Länder hatten Moskau zuvor beschuldigt, Minsk dabei unterstützt zu haben, Migranten an die EU-Außengrenze zu schleusen.

Putin rief zudem Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut zu direkten Gesprächen mit dem belarussischen Staatschef Alexander Lukaschenko auf. Er hoffe, dass es zu einem solchen Austausch kommen werde, erklärte Putin am Samstag auf der Internetseite des russischen Präsidialamts. Die Migranten in Belarus wollten hauptsächlich nach Deutschland weiterziehen, ergänzte er.

An der polnisch-belarussischen Grenze ist die Lage der Flüchtlinge weiterhin dramatisch. Kanzlerin Merkel hat nun Russlands Präsident Putin um Vermittlung gebeten.

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Wegen der Krise um die Migranten hatten Merkel und Putin mehrfach miteinander telefoniert. Dabei bat die Kanzlerin den Kremlchef um ein Eingreifen in den Konflikt. Später hatte der Kreml mitgeteilt, dass Moskau sich um eine Lösung bemühen wolle.

Weiterer Toter an Grenze

Tausende Menschen vor allem aus dem Nahen Osten sitzen derzeit bei Temperaturen um den Gefrierpunkt an der EU-Außengrenze fest. Zehn Menschen kamen laut einem Bericht der polnischen Zeitung "Gazeta Wyborcza" in den vergangenen Monaten im Grenzgebiet bereits ums Leben.

Polnische Sicherheitskräfte reparieren einen Stacheldrahtzaun an der Grenze
Polen hat wegen des Andrangs 15.000 Soldaten in dem Gebiet stationiert und einen Zaun aus Stacheldraht errichtet. 
Quelle: dpa

Die polnische Polizei meldete am Samstag einen weiteren Todesfall. "Die Leiche eines jungen Mannes syrischer Nationalität wurde gestern in einem Wald bei Wolka Terechowska entdeckt", erklärte die Behörde. Die Todesursache habe vor Ort nicht festgestellt werden können.

Etwa hundert Menschen hätten in der Nacht erneut versucht, die Grenze zu überwinden, teilte die Polizei weiter mit. Beim Anblick von Polizei und Soldaten seien die Menschen aber auf belarussischer Seite in den Wald geflohen.

Noch immer harren tausende Migranten an der EU-Grenze zu Polen aus. Ihre einzige Hoffnung ist die Unterstützung des Flüchtlingshilfswerk der Vereinigten Nationen.

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EU und UN werfen Lukaschenko Destabilisierung der EU-Außengrenzen vor

Die EU beschuldigt Lukaschenko, als Vergeltung für Sanktionen Migranten gezielt an die Grenzen der EU-Staaten Lettland, Litauen und Polen zu schleusen. Bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats hatten die USA und die europäischen Mitglieder des Gremiums der belarussischen Regierung am Donnerstag eine "orchestrierte Instrumentalisierung von Menschen" und eine Destabilisierung der EU-Außengrenzen vorgeworfen.

Polen hat wegen des Andrangs 15.000 Soldaten in dem Gebiet stationiert und einen Zaun aus Stacheldraht errichtet. Belarus und das verbündete Russland gaben am Freitag gemeinsame Militärübungen in der belarussischen Region Grodno nahe der polnischen Grenze bekannt.

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