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UN-Zivilluftfahrtorganisation : Ryanair-Zwangslandung soll untersucht werden

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Die UN-Zivilluftfahrtorganisation ICAO hat beschlossen, die von Belarus erzwungene Landung eines Ryanair-Flugs zu untersuchen. Bis Ende Juni werde ein Zwischenbericht vorliegen.

Die Ryanair-Maschine, an deren Bord sich der belarussische Blogger Protassewitsch befand, nach ihrer Landung am Flughafen von Vilnius..
Die zur Landung gezwungene Ryanair-Maschine.
Quelle: reuters

Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation der Vereinten Nationen (ICAO) hat beschlossen, die erzwungene Landung des Passagierflugzeugs von Ryanair in Minsk zu untersuchen.

Die ICAO werde bis zum 25.Juni einen Zwischenbericht vorlegen, sagte der irische Verkehrsminister Eamon Ryan. Die Vereinigten Staaten und mehrere Verbündete hatten eine Untersuchung des Vorfalls gefordert.

ICAO: "Starke Besorgnis"

In einer Mitteilung erklärte die Luftfahrtbehörde, der Vorfall habe "starke Besorgnis" ausgelöst. Die Untersuchung wird sich darauf konzentrieren, ob internationale Luftfahrtregeln verletzt worden seien. Die ICAO hat nur durch die Aussetzung von Stimmrechten die Möglichkeit, ihre Mitgliedsstaaten zu bestrafen.

Belarus hatte die Passagiermaschine am Sonntag unter Verweis auf eine angebliche Bombendrohung zur Zwischenlandung in Minsk gedrängt, wo der an Bord befindliche Regierungskritiker Roman Protasewitsch festgenommen wurde. Die erzwungene Flugzeug-Umleitung hatte international massive Empörung ausgelöst.

Drohen Belarus weitere Sanktionen?

Bei ihrem Gipfel am Montag beschlossen die EU-Staats- und Regierungschefs die Sperrung des Luftraums für Flugzeuge aus Belarus sowie ein Landeverbot auf EU-Flughäfen. Über weitere Strafmaßnahmen wird derzeit beraten. Auch die Außenminister der G7-Staaten verurteilten den Schritt "aufs Schärfste".

Nach Berichten von Journalisten-Verbänden hat sich die Situation von Medienschaffenden in Belarus seit der von massiven Betrugsvorwürfen überschatteten Präsidentschaftswahl 2020 und den darauffolgenden Massenprotesten dramatisch verschlechtert. Reporter ohne Grenzen (RSF) reichte in Litauen wegen des Ryanair-Vorfalls Klage gegen Lukaschenko ein.

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