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Kalesnikawa: EU-Sanktionen kommen zu früh

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Oppositionsführerin in Belarus - Kalesnikawa: EU-Sanktionen kommen zu früh

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Die belarussische Oppositionelle Maria Kalesnikawa kritisiert die EU-Sanktionen gegen die Lukaschenko-Regierung als verfrüht. Derweil werden weitere Massenproteste erwartet.

Die Oppositionspolitikerin Maria Kolesnikowa während einer Wahlkampfveranstaltung in Minsk.
Die Oppositionspolitikerin Maria Kolesnikowa.
Quelle: reuters

Die Opposition in Belarus sieht die neuen Sanktionen der EU gegen Unterstützer des Staatschefs Alexander Lukaschenko skeptisch. Die Zeit sei noch nicht reif dafür, sagte Maria Kalesnikawa vom Wahlkampfstab der Präsidentschaftskandidatin Swetlana Tichanowskaja der "Welt am Sonntag".

Sanktionen treffen nicht die Mächtigen

"Wirtschaftssanktionen würden sowieso vor allem die einfachen Menschen in Belarus treffen, das hat die Vergangenheit gezeigt." Auch Strafmaßnahmen gegen einzelne Personen hält die 38-Jährige im Moment für nicht sinnvoll.

Ihrer Ansicht nach werden Sanktionen gegen bestimmte Politiker und Regierungsvertreter die Chancen der EU, aber auch die der Opposition in Belarus auf einen Dialog mit den Behörden verschlechtern.

Im ZDF spricht Kalesnikawa über ihre Erwartungen an die EU.

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5 min
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Kein Dialog mit der Regierung möglich

"Wir suchen schon seit Tagen einen effektiven Dialog mit der Regierung, aber wir haben noch keine Antwort erhalten", sagte sie.

Die EU-Außenminister hatten die Strafmaßnahmen am Freitag auf den Weg gebracht. Sie richten sich auch gegen Personen, denen eine Fälschung der Präsidentenwahl vorgeworfen wird.

Tausende wollen weiter protestieren

Derweil wollen heute wieder Tausende Menschen gegen Gewalt und Willkür unter Präsident Alexander Lukaschenko auf die Straße gehen.

In Belarus demonstrieren trotz der Freilassung vieler Gefangener wieder Zehntausende.

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1 min
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Seine Herausforderin Swetlana Tichanowskaja hatte aus ihrem Exil im EU-Land Litauen zu neuen friedlichen Massenaktionen aufgerufen. "Lasst uns zusammen unsere Stimmen verteidigen", sagte sie in einer Videobotschaft.

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