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Tag 17 nach Russlands Angriff : Separatisten erobern Stadtteile von Mariupol

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Weiter Kämpfe in den Randbezirken Kiews, Evakuierung in Mariupol ist wieder gescheitert, Putin informiert Scholz und Macron über die "wahre Sachlage" - Tag 17 des Ukraine-Krieges.

Auf den Kiewer Autobahnen Autos und Menschen, die versuchen wegzukommen. Während hunderte Kilometer weiter in Melitopol protestiert wird. Hier sorgen Bilder für Entsetzen, die zeigen sollen, wie der Bürgermeister Fedorow aus dem Rathaus entführt wird.

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Im Folgenden haben wir für Sie die wichtigsten Entwicklungen zum Tag 17 im Krieg in der Ukraine zusammengefasst. Weitere Updates zur Lage und Reaktionen erhalten Sie auch in unserem Liveblog zum Angriff auf die Ukraine.

Alle aktuellen Entwicklungen lesen Sie hier:

Tag 18 nach Russlands Angriff - Gespräche werden fortgesetzt 

Verhandlungsführer beider Seiten optimistischer. Washington warnt Moskau. Und: Die Evakuierung von Mariupol ist erneut gescheitert. Das ist am Sonntag passiert - ein Rückblick.

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Die Situation im Krieg in der Ukraine

  • In der von der russischen Armee belagerten Hafenstadt Mariupol im Südosten der Ukraine ist nach russischen Angaben am Samstag ein neuer Anlauf zur Evakuierung von Zivilisten gescheitert. 50 Busse hätten wegen Beschusses nicht abfahren können, sagte Generaloberst Michail Misinzew aus dem Verteidigungsministerium in Moskau der Nachrichtenagentur Interfax zufolge.
  • Die Ukraine hat ihre Darstellung zum Tod von sieben Menschen korrigiert: Die Frauen und Kinder aus dem Ort Peremoha seien entgegen den ursprünglichen Angaben des ukrainischen Geheimdienstes nicht in einem mit Russland vereinbarten Evakuierungskorridor gewesen, teilt das Verteidigungsministerium mit. Die Personen hätten versucht, alleine zu fliehen. Der Geheimdienst hatte zunächst berichtet, sie seien in einem mit Russland vereinbarten "grünen Korridor" gewesen, als sie von russischen Kräften angegriffen worden seien.

Die russische Armee hat Kiew weiter eingekesselt. Das sei beängstigend, auch weil er gesehen hätte, was in Mariupol stattfände, sagt Notfallmediziner Dmytro Myasnikow aus Kiew: "Doch wir werden unsere Arbeit fortsetzen. Darauf gebe ich mein Wort."

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  • Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj rund 1.300 ukrainische Soldaten getötet worden. Auf russischer Seite seien im gleichen Zeitraum "etwa 12.000 Männer" getötet worden, sagte Selenskyj. Russland hatte am 2. März angegeben, bisher seien etwa 500 russische Soldaten getötet worden. Seitdem wurden von russischer Seite keine weiteren Zahlen verlautet.
  • Russland werde die Hauptstadt Kiew nur dann einnehmen können, wenn es die Stadt dem Erdboden gleichmache, sagte Selenskyj. Unterhändler von Russland und der Ukraine hätten mit Gesprächen über konkrete Punkte begonnen, statt sich gegenseitig Ultimaten zu stellen. Selenskyj sagt außerdem, er begrüße die Vermittlungsbemühungen des israelischen Ministerpräsidenten Naftali Bennett und habe diesem Gespräche mit Putin in Jerusalem vorgeschlagen.

Präsident Selenskyj schlägt dem russischen Präsidenten Putin vor, in Jerusalem über ein Kriegsende zu verhandeln. Was er sich davon verspricht, dazu ZDF-Korrespondentin Katrin Eigendorf.

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  • Prorussische Separatisten setzen mit Unterstützung russischer Truppen ihren Vormarsch in der eingeschlossenen ukrainischen Hafenstadt Mariupol nach Angaben aus Kiew fort. Der Feind habe östlich gelegene Randbezirke erobert, teilte das ukrainische Militär mit. Zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium bereits die Einnahme mehrerer Stadtteile gemeldet.
  • In Mariupol wurde nach Angaben des ukrainischen Außenministeriums eine Moschee beschossen, in der mehr als 80 Kinder und Erwachsene - unter anderem aus der Türkei - Zuflucht gesucht hätten. Angaben zu Opfern lagen nicht vor. Ein Vertreter der muslimischen Gemeinde erklärte hingegen, die Moschee selbst sei nicht getroffen worden.
Karte, Ukraine:  Städte
Ukrainische Städte mit mehr als 400.000 Einwohnern sowie Cherson, Lutsk und Iwano-Frankiwsk.
Quelle: ZDF
  • US-Präsident Joe Biden hat die Freigabe von Waffenlieferungen und Militärhilfe für die Ukraine in Höhe von 200 Millionen Dollar (182 Millionen Euro) angeordnet. Das teilte das Weiße Haus am Samstag mit. Biden hatte erst vor zwei Wochen - unmittelbar nach Beginn des russischen Angriffskriegs - Soforthilfen über 350 Millionen Dollar für die ukrainischen Streitkräfte bewilligt.
  • In der von russischen Truppen besetzten Stadt Melitopol in der Südukraine soll nach ukrainischen Angaben der Bürgermeister Iwan Fedorow entführt worden sein. Selenskyj hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und den französischen Präsidenten Emmanuel Macron gebeten, sich um eine Freilassung des entführten Bürgermeisters zu bemühen. 

Scholz und Macron fordern Putin erneut zu einem sofortigen Waffenstillstand in der Ukraine auf.

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Wie die Zivilbevölkerung leidet

  • In den ersten 16 Tagen des Kriegs seien landesweit mehr als 280 Lehranstalten beschädigt, davon allein 110 im ostukrainischen Gebiet Donezk, und neun vollständig zerstört worden, hieß es weiter. Daher wurden sieben Millionen Kinder aufgrund "der vorsätzlichen Zerstörung dieser Einrichtungen der Möglichkeit beraubt zu lernen. Hunderttausende Menschen sitzen in den belagerten Städten unter katastrophalen Bedingungen fest.
  • Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (UN) warnt vor einer Hungerkatastrophe in der Ukraine. In den umkämpften Städten werde es immer schwieriger Nahrungsmittel und Trinkwasser zu den Menschen zu bringen, sagte der Leiter des Berliner Büros des Welternährungsprogramms (WFP), Martin Frick, im RBB-Inforadio. Man rechne damit, dass mindestens drei Millionen Menschen in der Ukraine Hunger leiden müssen, wenn sie nicht zusätzlich mit Lebensmitteln versorgt werden.

Mehr als ein Dutzend Fluchtkorridore geplant

  • Zur Rettung von Zivilisten aus umkämpften ukrainischen Städten sind nach Angaben aus Kiew am Samstagmorgen mehr als ein Dutzend Fluchtkorridore geplant gewesen. Aus Saporischschja habe sich erneut ein Konvoi mit Hilfsgütern und Bussen auf den Weg in die belagerte Hafenstadt Mariupol gemacht, sagte Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk.
  • Wereschtschuk sagte, es gebe auch Korridore für mehrere Orte nordwestlich von Kiew, unter anderem Hostomel, Makariw und Borodjanka.

Das kleinste Nachbarland der Ukraine hat zweieinhalb Millionen Einwohner – und ist mit fast 400.000 Kriegsflüchtlingen völlig überfordert. Deutschland wird in einem ersten Schritt 2.500 Geflüchtete aufnehmen.

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  • Seit Beginn des Krieges sind nach Angaben des UN-Migrationsbüros mehr als 2,5 Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk kündigte neue Fluchtrouten zur Evakuierung von Zivilisten aus den umkämpften Gebieten an. Zu der belagerten Hafenstadt Mariupol sagt sie:
Wir warten und hoffen, dass heute diese Route funktioniert.
Iryna Wereschtschuk, ukrainische Vizeregierungschefin

ZDFheute Infografik

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Sanktionen und Aktionen gegen Russland

  • Bundeskanzler Olaf Scholz und der französische Präsident Emmanuel Macron haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem sofortigen Waffenstillstand in der Ukraine aufgefordert. Außerdem drangen Scholz und Putin auf einen Einstieg in eine diplomatische Lösung des Konflikts. Das teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Samstag nach einem Telefonat von Scholz und Macron mit Putin mit. Der Kreml teilte mit, Putin habe Scholz und Macron über "die wahre Sachlage" in der Ukraine informiert. Demnach warf Putin der ukrainischen Armee "außergerichtliche Hinrichtungen von Dissidenten", "Geiselnahmen und die Nutzung von Zivilisten als Schutzschilde" vor.
  • Israel hat Behauptungen eines ukrainischen Regierungsvertreters zurückgewiesen, wonach Ministerpräsident Naftali Bennett Kiew dazu gedrängt haben soll, Moskaus Bedingungen für eine Beendigung des Angriffs auf die Ukraine zu akzeptieren. Eine Sprecherin des israelischen Regierungschefs bezeichnete einen entsprechenden Bericht als "schlichtweg falsch". "Zu keinem Zeitpunkt" habe Bennett dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geraten, einem entsprechenden Abkommen mit Kreml-Chef Wladimir Putin zuzustimmen, erklärte sie.
  • Ungeachtet westlicher Sanktionen und russischer Drohungen eines Lieferstopps fließt weiterhin Gas in hohem Umfang durch das Transitland Ukraine nach Europa. Am (heutigen) Samstag werde erneut die vertraglich vereinbarte Menge von 109,5 Millionen Kubikmeter durch die Röhren gepumpt, sagte der Sprecher des staatlichen Energiekonzerns Gazprom, Sergej Kuprijanow, der Agentur Tass zufolge.

Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:

Dieses Satellitenbild zeigt den Luftwaffenstützpunkt Saki nach einer Explosion.
Liveblog

Russland greift die Ukraine an - Aktuelles zum Krieg in der Ukraine 

Russlands Angriff auf die Ukraine dauert an. Es gibt Sanktionen gegen Moskau, Waffen für Kiew. Aktuelle News und Hintergründe zum Krieg im Blog.

Aktuelle Nachrichten zur Ukraine

Ukraine, Donezk: Ein ukrainischer Soldat steht an der Trennlinie zu pro-russischen Rebellen in der Region Donezk. In der Ukraine-Krise haben die USA und Russland bei Gesprächen in Genf zunächst auf ihren bekannten Standpunkten beharrt.
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Nachrichten | Thema - Alles zum Russland-Ukraine-Konflikt 

Russland führt Krieg gegen die Ukraine. Es gibt zahlreiche Sanktionen des Westens gegen Russland und in der Nato abgestimmte Waffenlieferungen an die Ukraine. Alle Nachrichten und Hintergründe.

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