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Trotz Akkreditierung - ZDF-Team in Belarus zeitweise festgenommen

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Bei Protesten in Belarus ist ein ZDF-Team zeitweise festgenommen worden. Die Kollegen wurden erst nach mehreren Stunden wieder freigelassen.

Kurz vor der Festnahme ist in einem Handyvideo unseres Kameramanns zu sehen, wie der Transporter ohne behördliche Markierungen ankommt. Es folgen Festnahmen.

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Am Abend wurden in Belarus bei Protesten in verschiedenen Städten 261 Menschen von der Polizei festgenommen. Die meisten in der Hauptstadt Minsk. Unter ihnen waren auch rund 50 Journalisten. Auch ein Kamerateam des ZDF wurde festgenommen und mehrere Stunden festgehalten, obwohl beide Kollegen eine offizielle Akkreditierung hatten.

Das ZDF-Team wollte gerade die neuerlichen Proteste auf dem Unabhängigkeitsplatz in Minsk filmen, als ein Transporter ohne behördliche Markierungen vorfuhr und mehrere Menschen an einer Straßenecke festnahm. Der Kameramann konnte noch schnell ein Handyvideo machen, kurz vor der Festnahme.

Freilassung des ZDF-Teams nach mehreren Stunden

Die zwei Kollegen, die schon viele Jahre für das ZDF-Studio in Moskau arbeiten, wurden mit den anderen Festgenommenen zu einer Polizeistation gebracht. In einer Sporthalle wurden ihre Daten aufgenommen und sie mussten mit 56 weiteren Festgenommenen warten, unter ihnen auch ein Mitglied des neu gegründeten Koordinationsrates in Belarus.

Sie wurden in verschiedene Gruppen unterteilt: Minderjährige, Ausländer, Medien. Alle mussten ihre Handys abgeben und auf eine Befragung warten. Nach mehreren Stunden wurde das ZDF-Kamerateam dann in der Nacht wieder freigelassen.

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Ukraine friert Beziehungen ein

Derweil hat die Ukraine wegen des Machtkampfes in Belarus die Kontakte zum Nachbarstaat auf diplomatischer Ebene eingefroren.

"Erst wenn wir uns davon überzeugen, dass diese Kontakte keinen Rufschaden oder Schäden im moralischen und politischen Sinne für die Ukraine haben werden, dann werden die Kontakte wieder erneuert", sagte Außenminister Dmitri Kuleba in der Nacht zum Freitag im ukrainischen Fernsehen.

Auslieferung führte schon vor Protesten in Belarus zu Spannungen

Anlass sei unter anderem das harte Vorgehen der Sicherheitskräfte in Belarus gegen Demonstranten nach der umstrittenen Präsidentenwahl vom 9. August. "Wir brechen die Beziehungen zu Belarus nicht ab", sagte er am Freitag vor Journalisten. Doch Vorbereitungen zu Treffen würden vorerst eingestellt.

"Wir werden den Druck auf Lukaschenko erhöhen müssen", so der Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) über die Situation in Belarus. Man müsse versuchen einen Dialog herzustellen.

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