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UN-Sicherheitsrat fordert Ende der Kämpfe

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Kampf um Bergkarabach - UN-Sicherheitsrat fordert Ende der Kämpfe

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Der UN-Sicherheitsrat fordert ein sofortiges Ende der Kämpfe im Südkaukasus. Auch der EU-Sondergipfel wird sich mit dem Konflikt befassen.

Im Konflikt um Bergkarabach hat der UN-Sicherheitsrat den Stopp der Kämpfe gefordert. Am Sonntag brachen die Kämpfe wieder aus und zahlreiche Soldaten und Zivilisten wurden getötet.

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Die 15 Mitglieder des UN-Sicherheitsrates unterstützen UN-Generalsekretär António Guterres bei seiner Forderung nach einer sofortigen Waffenruhe im Krisengebiet Bergkarabach. Der Rat fordert nach Angaben des nigerianischen UN-Botschafters Abdou Abarry die Konfliktparteien Armenien und Aserbaidschan auf, unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

In einer gemeinsamen Erklärung schrieb der Rat, die Vereinten Nationen seien besorgt "über Berichte über großangelegte militärische Aktionen entlang der Kontaktlinie in der Konfliktzone Bergkarabach" und "verurteilen nachdrücklich die Anwendung von Gewalt".

Armenien und Aserbaidschan lehnen Friedensgespräche ab

Zuvor hatte UN-Generalsekretär Guterres mehrfach ein sofortiges Ende der Kämpfe in Bergkarabach gefordert - auch per Video-Telefonschalte mit dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev und dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan.

Armenien und Aserbaidschan haben im neu aufgeflammten Konflikt um die Separatistenregion Bergkarabach unterdessen Friedensgespräche abgelehnt. Sein Land wolle verhandeln, aber Armenien sperre sich, sagte der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev am Dienstag dem russischen Staatsfernsehen.

Armenien und Aserbaidschan streiten um die Region Bergkarabach - der Konflikt dauert schon seit den 1990er Jahren an. Darum geht es:

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Sorge um ausländische Interventionen

Der armenische Ministerpräsident Nikol Paschinjan sagte dagegen, es verhandle sich sehr schlecht, während Militäraktionen im Gange seien. Armenien warf der Türkei den Abschuss eines seiner Flugzeuge vor, was Ankara und Aserbaidschan dementierten.

Es gibt starke Befürchtungen, dass sich der Konflikt durch Interventionen ausländischer Mächte ausweiten könnte. Am Dienstag erhob das armenische Verteidigungsministerium den Vorwurf, ein türkischer F-16-Jet habe ein armenisches Militärflugzeug abgeschossen. Dies wurde aber von der Regierung in Ankara umgehend dementiert.

EU-Sondergipfel befasst sich mit Konflikt

Auch der EU-Sondergipfel wird sich diese Woche mit dem Konflikt um Bergkarabach befassen, wie EU-Ratspräsident Charles Michel am Dienstag in seinem Einladungsschreiben mitteilte.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) kündigte an, so bald wie möglich wieder Beobachter in Berg-Karabach einzusetzen. Sie stünden bereit, sobald es die Lage wieder erlaube, sagte der OSZE-Sondergesandte für die Region, Andrzej Kasprzyk.

Bislang offenbar mehr als 100 Tote

Die Kämpfe in Bergkarabach waren am Sonntag ausgebrochen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Region wurden seit Sonntag 84 eigene Soldaten getötet. Die überwiegend von Gebirgen geprägte Region ist knapp doppelt so groß wie das Saarland.

Sie liegt völkerrechtlich im islamisch geprägten Aserbaidschan, wird jedoch seit dem Ende eines Separatistenkrieges im Jahr 1994 von ethnisch armenischen Truppen mit Unterstützung der Regierung in Eriwan kontrolliert.

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