Sie sind hier:

Konflikt im Kaukasus - Bergkarabach: Sorge um Zivilisten

Datum:

Im Konflikt um die Region Bergkarabach werfen sich Armenien und Aserbaidschan gegenseitig Kriegsverbechen vor. Auch Russland gibt sich besorgt.

Menschen helfen einem Verletzten in einem Luftschutzbunker während der Bombardierung durch die aserbaidschanische Artillerie im militaerischen Konflikt in der selbsternannte Republik Bergkarabach.
Armenien wirft Aserbaidschan vor geziehlt Zivilisten in der Stadt Stepanakert anzugreifen. Aserbaidschan prangert ebenfalls Angriffe auf die Zivilbevölkerung an.
Quelle: dpa

Armenien und Aserbaidschan, die beiden Konfliktparteien in der Südkaukasus-Region Bergkarabach, haben sich gegenseitig beschuldigt, gezielt die Zivilbevölkerung unter Beschuss zu nehmen. Die aserbaidschanische Generalstaatsanwaltschaft spricht etwa von mehr als 20 getöteten Zivilisten.

Die armenische Seite verzeichnete bisher nach eigenen Angaben mehr als 200 Tote, darunter überwiegend Soldaten. Die Angaben sind schwer überprüfbar, da es kaum unabhängige Beobachter in dem Konfliktgebiet gibt.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Eine Woche nach Beginn der heftigen Gefechte um die umstrittene Region Bergkarabach ist der Tonfall zwischen den Konfliktparteien deutlich schärfer geworden. Internationale Vermittlungsversuche blieben bislang erfolglos.

Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium erklärte derweil, armenische Truppen hätten die zweitgrößte aserbaidschanische Stadt Gandscha bombardiert. Auf Videoaufnahmen waren zerstörte Häuser in der 330.000-Einwohner-Stadt zu sehen. Außerdem sei die Hauptstadt der selbsternannten Republik Bergkarabach, Stepanakert, beschossen worden.

Karte: Armenien Bergkarabach
Die Region Bergkarabach und die umliegenden Provinzen sind umstritten zwischen Armenien und Aserbaidschan.
Quelle: ZDF

Mögliche Ausweitung des Konflikts

Russland, Armeniens Partner in der Region, zeigte sich besorgt angesichts steigender Opferzahlen in der Zivilbevölkerung. Es sei eine schnellstmögliche Waffenruhe notwendig, forderte Außenminister Sergej Lawrow. Nach Angaben seines Ministeriums in Moskau telefonierte er am Sonntagabend mit seinem armenischen Kollegen Sohrab Mnazakanjan.

Die De-facto-Regierung in Bergkarabach drohte am Sonntag mit einer Ausweitung der militärischen Aktivitäten auf "das gesamte Staatsgebiet Aserbaidschans". Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) prangerte die willkürliche Bombardierung von Städten und Dörfern an.

Hilfsorganisation: "Unverhältnismäßige Angriffe"

Das Völkerrecht verbiete "wahllose und unverhältnismäßige Angriffe", hieß es in einer Erklärung der in Genf ansässigen Organisation vom Sonntag. Die Konfliktparteien müssten alles tun, um Zivilisten und zivile Infrastruktur zu schützen. Durch die heftigen Kämpfe seien hunderte Gebäude sowie Schulen und Krankenhäuser beschädigt worden, kritisierte das IKRK.

Gefecht in Bergkarabach, Luftaufnahme

Armenien gegen Aserbaidschan - Die Hintergründe des Bergkarabach-Konfliktes 

Seit Jahrzehnten schwelt der Konflikt um Bergkarabach im Kaukasus. Jetzt könnte es erneut zum offenen Krieg kommen. Warum gekämpft wird und wer den Konflikt anheizt.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.