Sie sind hier:

Krieg in der Ukraine : Berlin: Rund Hunderttausend bei Friedensdemo

Datum:

In Berlin demonstrieren am Sonntag laut Polizeiangaben mindestens 100.000 Menschen gegen den Krieg in der Ukraine. Auch in anderen Städten halten die Proteste an.

Auch in Deutschland beschäftigt der Ukraine-Krieg die Bevölkerung. In Berlin demonstrierten mehr als 100.000 Menschen für Frieden.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Mit Schildern wie "Stoppt den Krieg" und ukrainischen Flaggen haben in Berlin am Sonntag deutlich mehr Menschen als im Vorfeld erwartet gegen den Krieg in der Ukraine demonstriert. Nach Polizeiangaben wurde die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf mindestens 100.000 geschätzt, das Veranstalterbündnis sprach von 500.000 Menschen.

Nachdem Russlands Präsident Putin als Reaktion auf die nach seinen Worten "aggressiven Erklärungen" westlicher Staaten angekündigt hat, die "Abschreckungskräfte" des Landes in "Alarmbereitschaft" zu versetzen, kam es auch in Tschechien und Teilen Russlands zu weiteren Demonstrationen.

Appell an Putin: Kämpfe in Ukraine einstellen

In Berlin waren im Vorfeld etwa 20.000 Teilnehmer bei der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni an der Siegessäule erwartet worden. Am frühen Nachmittag schätzte die Polizei die Teilnehmerzahl dann trotz weiteren Zustroms "auf eine niedrige sechsstellige Zahl" und weitete den Versammlungsort bis zum Bahnhof Tiergarten aus. Etwa 400 Polizeikräfte waren zunächst im Einsatz.

Immer mehr Ukrainer fliehen vor dem Krieg, die meisten innerhalb des eigenen Landes. Aber rund 370.000 sollen Richtung Westen geflüchtet sein – in Nachbarländer wie die Slowakei.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Zu der Großkundgebung aufgerufen hatte angesichts des russischen Großangriffs auf die Ukraine ein Bündnis unter anderem aus Friedens-, Menschenrechts- und Umweltschutzorganisationen.

In den Redebeiträgen wurde immer wieder an die russische Führung appelliert, die Kämpfe einzustellen, die Truppen zurückzuziehen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. In Richtung Bundesregierung wurde unter anderem gefordert, die Grenzen für Flüchtende aus der Ukraine offenzuhalten. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) kündigte zuletzt an, es würden bereits "unbürokratische Wege" für schnelle Hilfen bei der Aufnahme von Flüchtenden vorbereitet.

Klimaaktivistin Luisa Neubauer forderte auf der Demo zudem, als friedenssichernde Maßnahme auch aktiv in erneuerbare Energien zu investieren. In einer Sondersitzung des Bundestags am Sonntag hatte die Regierung bereits verkündet, hier nachbessern zu wollen.

Sehen Sie hier die Regierungserklärung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zum Krieg in der Ukraine in voller Länge:

In seiner Regierungserklärung kündigte Bundeskanzler Scholz ein Sondervermögen für die Bundeswehr an. Für die Sicherheit in Europa seien mehr Investitionen nötig, so Scholz.

Beitragslänge:
28 min
Datum:

Lauterbach: Protest nicht alles, aber wichtig

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Annette Kurschus, verurteilte vor den Demonstrierenden in Berlin den Überfall auf die Ukraine durch das russische Militär.

Die Wirklichkeit, die uns jetzt einholt, ist brutal. Ein Land ist über das andere hergefallen.
Annette Kurschus

Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) nahm an der Demo in Berlin teil. Er teilte ein Foto auf Twitter mit dem Appell, dass Protest zwar "nicht alles" sei, aber dazu gehöre und damit ein wichtiges Zeichen gesetzt würde.

Proteste auch in Tschechien und Russland

In tschechischen Städten wie Prag und Brünn (Brno) haben sich am Sonntag ebenfalls Tausende Menschen zu friedlichen Solidaritätskundgebungen für die Ukraine versammelt. Die Demonstrierenden trugen ukrainische und tschechische Fahnen sowie Transparente mit Aufschriften wie "No War" und "Heute die Ukraine, morgen wir".

Auch in vielen russischen Städten gingen wieder Menschen gegen den Krieg in der Ukraine auf die Straßen. Die Menschenrechtsgruppe OWD Info, die die Proteste beobachtet, teilte mit, bis Sonntagnachmittag habe es in 32 russischen Städten mindestens 356 Festnahmen bei Antikriegskundgebungen gegeben.

Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:

Rauch nach Explosionen in Kiew
Liveblog

Russland greift die Ukraine an - Aktuelles zum Krieg in der Ukraine 

Russlands Angriff auf die Ukraine dauert an. Es gibt Sanktionen gegen Moskau, Waffen für Kiew. Aktuelle News und Hintergründe zum Krieg im Blog.

Aktuelle Nachrichten zur Ukraine

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) verfolgt die Sondersitzung des Bundestags zum Krieg in der Ukraine.

Nachrichten | heute - Deutschland liefert Waffen an Ukraine 

Bundeskanzler Scholz nennt Putins Angriff eine "Zeitenwende in der Geschichte unseres Kontinents". Deshalb sollen nun doch Waffen in die Ukraine geliefert werden.

27.02.2022
von Klaus Brodbeck
Videolänge
Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.