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Proteste gegen Rassismus - Biden: Trump macht USA zu "Schlachtfeld"

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Proteste, Plünderungen, Polizeigewalt: Joe Biden macht Präsident Trump für das Ausmaß der Unruhen verantwortlich. Die Proteste wachsen an, die Gewalt nimmt laut Behörden aber ab.

Am Montagabend hat vor dem Weißen Haus ein weiterer Protest stattgefunden. Sicherheitskräfte vertrieben die Menschen mit Tränengas – für einen Fototermin des Präsidenten.

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Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hat den Umgang von Präsident Donald Trump mit den Anti-Rassismus-Protesten scharf kritisiert. "Donald Trump hat dieses Land in ein Schlachtfeld verwandelt, das von alter Verbitterung und neuen Ängsten getrieben wird", sagte der Ex-Vizepräsident in Philadelphia. "Er denkt, Spaltung hilft ihm."

Wir befinden uns in einer Schlacht um die Seele dieser Nation.
Joe Biden, designierter Präsidentschaftskandidat

Vor allem Trumps medienwirksamer Auftritt vor einer Kirche in Washington erhitzt in den USA die Gemüter. Sicherheitskräfte hatten zuvor friedliche Demonstranten gewaltsam von dort vertrieben, um Platz für Trump zu schaffen.

Ausgangssperren in New York teils ignoriert

In Reaktion auf die Plünderung zahlreicher Geschäfte hat New York die nächtliche Ausgangssperre für eine weitere Nacht verlängert. Das teilte Bürgermeister Bill de Blasio mit. Eine Ausgangssperre in der Nacht zuvor war von vielen Demonstranten ignoriert worden.

Die Proteste in der Nacht zum Dienstag seien jedoch "überwiegend friedlich" verlaufen. Auch der Bezirk Los Angeles hat eine Ausgangssperre für die dritte Nacht in Folge erlassen.

Nationalgarde soll Polizei unterstützen

Nach Angaben der Nationalgarde haben die gewalttätigen Ausschreitungen zuletzt nachgelassen. Die vergangene Nacht sei landesweit besser verlaufen, sagte General Joseph Lengyel. "Wir haben eine Abnahme der Gewalt beobachtet." Nationalgardisten seien nicht verletzt worden.

Die Proteste insgesamt seien auf gleichem Niveau geblieben oder hätten zugenommen. Die Sicherheitsbehörden in 29 Staaten würden von 18.000 Nationalgardisten unterstützt.

Nicht alle Staaten unterstützen diese Strategie

Der Gouverneur des US-Staats Virginia, Ralph Northam, hat die Bereitstellung von Nationalgarde-Soldaten zur Bekämpfung von Krawallen in Washington jedoch abgelehnt. Verteidigungsminister Mark Esper hatte Virginia gebeten, 3.000 bis 5.000 Soldaten in die Hauptstadt zu entsenden, wie Northams Stabschef Clark Mercer berichtete.

Donald Trump hat damit gedroht, bei weiteren Protesten das Militär gegen die eigenen Bürger einzuschalten. Ob der US-Präsident das darf, berichtet ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen.

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Präsident Trump hatte in einer Telefonkonferenz mit Gouverneuren am Montag gesagt, dass die meisten Gouverneure "schwach" seien und die Straßen "dominieren" müssten. Dies habe bei der Entscheidung eine Rolle gespielt, sagte Mercer. "Die Kommentare des Präsidenten zu den Gouverneuren unterstrichen unsere Sorgen bezüglich dessen, wie die Garde eingesetzt werden würde."

Auch der Bezirk Arlington in Virginia zog seine Polizisten aus dem Hauptstadtbezirk District of Columbia ab, nachdem diese am Montag geholfen hatten, friedliche Protestierende aus dem Lafayette-Park beim Weißen Haus zu vertreiben, damit Trump für seinen Kirchen-Fototermin die Straße überqueren konnte. Die Bezirksratsvorsitzende Libby Garvey sagte, sie sei "bestürzt", dass die Vereinbarung zu gegenseitiger Hilfeleistung für einen Fototermin missbraucht worden sei.

Seit dem Tod des Afro-Amerikaners George Floyd versinken die USA in einer Welle von Gewalt, Ohnmacht, Trauer. Der US-Präsident tut nichts, um das Land zu einen - im Gegenteil.

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