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Rückenwind aus den USA - Biden hebt Bedeutung von Nato und EU hervor

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Der Rückzug aus Afghanistan und eine neue Allianz hatte das Verhältnis zwischen USA und EU sowie Nato zuletzt belastet. Nun versucht US-Präsident Biden die Wogen zu glätten.

US-Präsident Joe Biden. Archivbild
US-Präsident Joe Biden. Archivbild
Quelle: Evan Vucci/AP/dpa

US-Präsident Joe Biden hat die Europäische Union in einem Telefonat mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen als "fundamentalen Partner" gewürdigt - bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg kannte er die Bedeutung des Militärsbündnisses an.

Biden: Zusammenarbeit in Klimafragen und im Indopazifik wichtig

Nach Angaben des Weißen Hauses vom Montag betonte Biden die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen EU und USA im indopazifischen Raum.

Der US-Präsident und Kommissionspräsidentin von der Leyen sprachen außerdem über die Bewältigung der Klimakrise mit Blick auf den Klimagipfel in Glasgow Ende des Monats.

Beide tauschten sich auch über die erste Sitzung des neuen europäisch-amerikanischen Handels- und Technologierates in der vergangenen Woche aus.

Biden für starke Nato

Bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Stoltenberg bekräftigte Biden außerdem seine "starke Unterstützung" für das Nordatlantik-Bündnis und hob die Bedeutung einer verstärkten Abschreckung gegen "strategische Konkurrenten und transnationale Bedrohungen" hervor, so das Weiße Haus.

EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis. Archivbild

U-Boot-Streit - EU will Verhältnis mit USA kitten 

Im U-Boot-Streit mit den USA hat sich die EU hinter Frankreich gestellt. Doch auf dauerhaften Streit ist Brüssel nicht aus.

Das Bündnis müsse vollständig ausgestattet sein, um modernen Bedrohungen zu begegnen. Stoltenberg traf neben Biden in Washington unter anderen auch Bidens nationalen Sicherheitsberater Jake Sullivan und US-Verteidigungsminister Lloyd Austin.

Russland und China als Gegner des Westens

Die Macht der Nato beruhe nicht nur auf ihrer militärischen Stärke, sondern auch auf ihrer Einigkeit und ihrem Sinn für gemeinsame Ziele, erklärte Austin bei dem Treffen.

"Wir sehen, dass Russland für aggressive Handlungen verantwortlich ist, wir sehen, dass ein selbstbewussteres China seine wirtschaftliche und militärische Macht einsetzt, und wir sind auch mit Bedrohungen aus dem Internet (...) konfrontiert", zitierte das Verteidigungsministerium Stoltenberg.

Daher müsse man in der Nato zusammenstehen. Stoltenberg betonte demnach außerdem, dass der Beschluss zum Abzug aus Afghanistan von den Mitgliedstaaten gemeinsam getroffen worden sei.

U-Boot-Streit sorgte für Zwist

In Europa hatte es große Verstimmungen gegeben, weil die USA in den vergangenen Monaten hinter dem Rücken der EU mit Großbritannien und Australien einen neuen Sicherheitspakt für den Indopazifik-Raum ausgehandelt hatten.

Insbesondere die Regierung in Paris war außer sich, weil die Aukus genannte Allianz einen 56 Milliarden Euro schweren U-Boot-Vertrag Australiens mit Frankreich platzen ließ.

Auch der Abzug der US-Truppen aus Afghanistan sorgte transnational für Zündstoff.

Die USS Indiana am 29.09.2018 am Port Canaveral, Florida

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von Susanne Gindorf-Litz
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