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Vor Biden-Besuch : Saudi-Arabien öffnet Luftraum für Israel

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Saudi-Arabien hat seinen Luftraum geöffnet - somit ist auch ein Überflug für Flugzeuge von und nach Israel möglich. US-Präsident Biden sprach von einer "historischen Entscheidung".

Blick über Riad, Saudi-Arabien
Die Regierung in Riad erlaubt allen Airlines, das Land zu überfliegen.
Quelle: reuters

Vor dem Besuch von US-Präsident Joe Biden in Saudi-Arabien öffnet das Königreich seinen Luftraum und geht damit einen Schritt auf Israel zu.

Die zivile Luftfahrtbehörde des Landes teilte per Twitter mit, der Luftraum werde "für alle Fluggesellschaften geöffnet, die die Anforderungen der Behörde für einen Überflug erfüllen". Dieser Schritt ermöglicht den Überflug von Maschinen von und nach Israel.

US-Präsident Biden "ist in einem moralischen Dilemma, er muss von seinem hohen moralischen Ross herabsteigen", so USA-Experte Josef Braml zu Bidens Besuch in Saudi-Arabien.

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Biden lobt "historische Entscheidung"

Präsident Biden begrüße diese "historische Entscheidung" der Führung Saudi-Arabiens, erklärte Bidens Nationaler Sicherheitsberater Jake Sullivan.

Diese Entscheidung ebnet den Weg für eine integriertere, stabilere und sicherere Nahost-Region.
Jake Sullivan, Nationaler Sicherheitsberater

Dies sei von zentraler Bedeutung für die Sicherheit und den Wohlstand der USA und der US-Bevölkerung sowie für die Sicherheit und den Wohlstand Israels.

Saudi-Arabien hatte bereits vor knapp zwei Jahren einem israelischen Flugzeug den Überflug auf dem Weg nach Abu Dhabi gestattet und angekündigt, dass Flugzeuge aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in "alle Länder" seinen Luftraum nutzen dürften. Die Vereinigten Arabischen Emirate und Israel hatten zuvor unter US-Vermittlung eine Aufnahme diplomatischer Beziehungen vereinbart.

Riad knüpft Beziehungen zu Israel an Bedingungen

Saudi-Arabien hat wiederholt erklärt, keine offiziellen Beziehungen mit Israel aufnehmen zu wollen, bevor der Konflikt zwischen Israel und Palästinensern beigelegt ist. Es wird erwartet, dass Biden sich für eine Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Staaten einsetzen wird.

Eine solche Normalisierung dürfte eher in kleinen Schritten erfolgen - wie der Öffnung des saudischen Luftraums. Israel pocht seit geraumer Zeit darauf, um Ziele in Asien schneller anfliegen zu können. Die israelischen Behörden wollen auch, dass muslimische Pilger aus Israel direkt nach Saudi-Arabien reisen können. Bislang müssen sie kostspielige Zwischenstopps in Drittländern einlegen.

US-Präsident Joe Biden hat am zweiten Tag seiner Nahost-Reise Israel weitere Unterstützung zugesagt. Bei seinem Besuch heute im Westjordanland wird er sich auf einen kühlen Empfang einstellen müssen.

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Weitere Annäherung an Israel in Insel-Frage?

Eine weitere Annäherung könnte es auch in der Frage der Inseln Tiran und Sanafir im Roten Meer geben. Ägypten hatte schon vor Jahren zugesagt, die Inseln an Saudi-Arabien abzutreten.

Da mit den Inseln der Zugang zum israelischen Hafen Eilat kontrolliert werden kann, muss Israel gemäß dem Friedensabkommen von 1979 mit Ägypten aber zunächst grünes Licht für jede Änderung des Status dieser Inseln geben. In der Nacht auf Freitag sagten hochrangige Regierungsvertreter, die anonym bleiben wollten, Israel habe "nichts gegen" eine Übergabe der Inseln an Saudi-Arabien.

Biden war am Mittwoch zum Auftakt seiner Nahost-Reise in Israel eingetroffen. Danach steht ein Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas im Westjordanland an. Am Freitagnachmittag wird er in die saudische Stadt Dschiddah, und damit als erster US-Präsident direkt von Israel nach Saudi-Arabien, fliegen.

Auf seiner Nahostreise hat US-Präsident Biden mit Palästinenserpräsident Abbas gesprochen. Biden kündigte 200 Millionen Dollar Unterstützung unter anderem für Krankenhäuser an.

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Biden dürfte auch für eine Ausweitung der Erdöl-Fördermenge des Landes werben, um so den Ölpreis zu senken und die Inflation in den USA einzudämmen.

Der Besuch in Saudi-Arabien ist politisch heikel. Biden wird am Samstag den umstrittenen Kronprinzen Mohammed bin Salman treffen, der US-Geheimdienstberichten zufolge hinter der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi stehen soll.

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