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Joe Biden wehrt sich gegen Vorwürfe

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Angeblicher sexueller Missbrauch - Joe Biden wehrt sich gegen Vorwürfe

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US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden wehrt sich gegen Vorwürfe, er habe vor Jahren eine Frau sexuell missbraucht. Vertraute des mutmaßlichen Opfers äußern sich zurückhaltend.

Joe Biden gewinnt laut Hochrechnungen in Michigan, Mississippi und Missouri.
Joe Biden gewinnt laut Hochrechnungen in Michigan, Mississippi und Missouri.
Quelle: AP/Paul Vernon

Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Joe Biden wehrt sich vehement gegen Vorwürfe eines sexuellen Übergriffs. "Sie sind nicht wahr. Das ist nie passiert", erklärte der frühere US-Vizepräsident. Biden äußerte sich damit erstmals selbst zu den Anschuldigungen gegen ihn.

Eine Mitarbeiterin aus Bidens Zeit als US-Senator, Tara Reade, beschuldigt ihn. Biden habe sie 1993 in einem Senatsgebäude gegen eine Wand gedrückt, unter ihren Rock gegriffen und sei mit seinen Fingern in sie eingedrungen.

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Biden äußert sich erstmals und lautstark

Bidens Wahlkampagne hatte die Anschuldigungen bereits deutlich zurückgewiesen, der Demokrat selbst hatte dazu bislang jedoch geschwiegen.

Nun äußerte er sich gleich doppelt: erst in einer schriftlichen Stellungnahme, dann in einem Interview des Senders MSNBC. Wenn Frauen solche Anschuldigungen äußerten, sollten diese gehört und genau untersucht werden, sagte Biden dort. "Aber nur die Wahrheit zählt."
In diesem Fall seien die Behauptungen schlicht unwahr. Es gebe darin viele Ungereimtheiten - dem müsse man nachgehen.

"Washington Post" und "New York Times" ohne Belege

Reade hatte ihre Vorwürfe vor mehreren Wochen in einem Podcast publik gemacht. US-Medien, darunter die "Washington Post" und die "New York Times", starteten daraufhin Recherchen, sprachen mit Reade, damaligen Weggefährten der Frau und früheren Mitarbeitern von Biden. Eindeutige Belege für ihre Darstellung fanden sie nicht.

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Die Schilderungen der Frau werfen einige Fragen auf. Es kamen zuletzt allerdings nach und nach weitere Informationsschnipsel dazu an die Öffentlichkeit - was den Druck auf Biden steigerte, sein Schweigen zu brechen.

Reade kann keine Fürsprecher anführen

Reade hatte sich mehreren Personen anvertraut, unter anderem ihrer Mutter, die inzwischen gestorben ist. Ihr Bruder, dem die heute 56-Jährige nach eigenen Angaben damals von dem Vorfall erzählt hatte, bestätigte die Schilderung der "Washington Post" zufolge nicht auf Anhieb.

Eine andere Person aus ihrem Umfeld habe erklärt, Reade habe damals von dem Zwischenfall berichtet - diese Person wollte jedoch anonym bleiben. Angestellte aus Bidens Senatsbüro wiederum, denen sich die Frau ebenfalls anvertraut haben will, wiesen ihre Schilderung ausdrücklich zurück.

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