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Sicherheitskonferenz - Transatlantischer Frühling in München

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Joe Bidens erste große außenpolitische Rede als US-Präsident ist Balsam für Europas Ohren. Doch der EU und Washington stehen auch Konflikte bevor.

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Das Aufatmen war zu hören, obwohl fast niemand im Raum war. In gerade mal 15 Minuten drückt Joe Biden die transatlantische Reset-Taste. Der neue US-Präsident hat bei seinem Auftritt auf der virtuellen Münchner Sicherheitskonferenz keinen Zweifel gelassen: Die neue transatlantische Agenda soll mit ihm wieder die alte werden - allerdings mit ein paar Fußnoten, die heute unausgesprochen blieben.

Die Rede von US-Präsident Biden bei der Münchner Sicherheitskonferenz hier in voller Länge ansehen

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18 min
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Bidens erste große außenpolitische Rede als US-Präsident

Es ist Joe Bidens erste große außenpolitische Rede seit Amtsantritt. So groß die Spannung, so groß die Erleichterung in Europas Hauptstädten. Der US-Präsident erwähnt alles, was die Europäer gerne hören: das Bekenntnis zur transatlantischen Partnerschaft, zur Nato, zum Pariser Klimaabkommen, Putins Destabilisierung westlicher Demokratien über die Wiederbelebung des Iran-Abkommens bis hin zu Chinas Aufstieg auf Kosten des fairen Wettbewerbs.

Biden beschwört gemeinsame Werte genauso wie gemeinsame Gegner. Nach vier Jahren erratisch-feindseligem Rückzug der USA von der Weltbühne signalisiert Biden den Europäern: Die USA sind zurück, und sie ticken wieder wie ihr!

Was waren die wichtigste Punkte in Bidens Rede? Wie kam sie in Europa an? Die ZDF-Korrespondenten Elmar Theveßen und Anne Gellinek berichten.

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Merkel: Freundschaft bedeutet nicht Interessengleichheit

Es ist Angela Merkel, die nach Bidens Streicheleinheiten vor Selbstbetrug warnt: Europa solle sich nichts vormachen, die neue alte Freundschaft bedeute keine Interessengleichheit. Das ist freundlich formuliert für: EU und Washington stehen auch Konflikte bevor.

Biden hat sie zur Begrüßung heute ausgespart, aber sie sind da: Nord Stream 2 ist auch der Biden-Administration ein Dorn im Auge, die Forderung nach mehr militärischem Engagement keine Erfindung Donald Trumps, und die Hinwendung der USA in Richtung Pazifik wird sich auch unter Biden fortsetzen.

Biden: Demokratie kein "Relikt der Geschichte"

Biden sieht die EU zwar an seiner Seite im Kampf der Systeme, aber die Demokratien müssten nun auch liefern und ihren Bürgern beweisen, dass sie krisenfester sind als die Autokratien von Russland bis China. Biden sieht bei Europa und den USA Beweislast, dass das Modell der westlichen Demokratien kein "Relikt der Geschichte" ist. 

Biden ist bereit, die transatlantische Achse zu erneuern und vier Jahre Trump vergessen zu machen, das hat der Auftritt von München gezeigt. Weiter kann man die Hand Richtung Europa nicht ausstrecken. Biden wird einen Preis dafür verlangen, bei den Militärausgaben, beim Handel, in der Sicherheitspolitik. Eine Romanze wird das nicht. Aber nie waren die Chancen für Europa und USA besser, ihre Achse zu erneuern. Der transatlantische Frühling hat begonnen - mitten in diesem kalten Februar.

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