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Telefonat mit US-Präsident Biden : Xi: Lage in Ukraine "in niemandes Interesse"

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US-Präsident Biden hat mit Chinas Präsident telefoniert. Thema: Der Krieg in der Ukraine. Xi Jinping soll sich gegen eine "militärische Auseinandersetzung" ausgesprochen haben.

Archiv: US-Präsident Joe Biden und der chinesische Präsident Xi Jinping bei einer Videokonferenz am 15.11.2021
US-Präsident Joe Biden und der chinesische Präsident Xi Jinping haben mit einander über den Ukraine-Krieg gesprochen (Archivbild).
Quelle: AP

Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat Chinas Staatschef Xi Jinping militärische Auseinandersetzungen zwischen Staaten abgelehnt. Solche Konflikte zwischen Staaten seien "in niemandes Interesse", sagte Xi laut Berichten des chinesischen Staatsfernsehens CCTV bei einem rund zweistündigen Telefonat mit US-Präsident Joe Biden.

Dem Bericht zufolge habe er gesagt:

Zwischenstaatliche Beziehungen dürfen nicht das Stadium militärischer Feindseligkeiten erreichen.
Xi Jinping, Chinesischer Staatschef

Frieden und Sicherheit seien die wertvollsten Schätze der internationalen Gemeinschaft. Als ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und wichtigste Volkswirtschaften der Welt sollten demnach beide Staaten auch "internationale Verantwortung übernehmen und Anstrengungen für Frieden und Ruhe in der Welt unternehmen".

"Alle Seiten" müssten sich für einen "Dialog" zwischen Russland und der Ukraine einsetzen, sagte Xi demnach. Die USA und die Nato sollten zudem einen Dialog mit Russland suchen, um über die "Knackpunkte" der Krise zu sprechen und "Sicherheitsbedenken sowohl von Russland als auch der Ukraine" zu beschwichtigen.

Klare Kante in Richtung Wladimir Putin zeigte er jedoch nicht. Xi machte in dem Gespräch nicht Russland für die Lage in der Ukraine verantwortlich.

"Die chinesische Position bleibt widersprüchlich", sagt ZDF-Korrespondent Ulf Röller in Peking.

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China unter massivem Druck

Biden warnte den chinesischen Präsidenten nach Angaben des Weißen Hauses vor drohenden "Konsequenzen", sollte Peking Russland "materiell" unterstützen, während es "brutale Angriffe auf ukrainische Städte und Zivilisten führt".

Im Vorfeld hatte US-Außenminister Antony Blinken Sorgen hinsichtlich der Haltung Chinas gegenüber Putins Krieg geäußert:

Wir sind besorgt, dass China erwägt, Russland direkt mit militärischer Ausrüstung für den Einsatz in der Ukraine zu unterstützen.
Antony Blinken, US-Außenminister

China steht unter starkem Druck seitens der Vereinigten Staaten und ihrer europäischen Verbündeten, sich von Moskau zu distanzieren. Die USA warnten China bereits wiederholt, die Auswirkungen der westlichen Sanktionen gegen Russland durch eigene Lieferungen abzufedern.

Drei Wochen nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine ist Peking immer noch nicht zu deutlicher Kritik am Kreml bereit. China weigert sich bislang, das Vorgehen des russischen Staatschefs zu verurteilen oder die Invasion als Krieg zu bezeichnen. Stattdessen nannte Peking vergangene Woche die Partnerschaft zwischen den beiden Ländern "felsenfest".

Warum China einen Drahtseilakt zwischen dem Westen und Russland vollführt:

Mit Kritik an Russlands Krieg hält sich China bisher zurück, gleichzeitig will Peking den Westen nicht verärgern. Für die Volksrepublik steht wirtschaftlich viel auf dem Spiel.

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Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:

Zerstörtes Gebäude und Wrack eines Kozak-Panzerwagens in Donbass

Russland greift die Ukraine an - Aktuelles zum Krieg in der Ukraine 

Selenskyj: "Donbass wird ukrainisch bleiben", Kreditwürdigkeit der Ukraine sinkt - alle Entwicklungen im Blog.

Aktuelle Nachrichten zur Ukraine

Ukraine, 22.05.2022: Es ist eine weinende Frau zu sehen.

Nachrichten | heute journal - Ukrainer im Donbass unter Druck 

Die russische Armee meldet weitere Erfolge bei ihrem Vormarsch, der ukrainische Präsident Selenskyj bezeichnet die Lage im gesamten Donbass als sehr schwierig. Putin warnt Scholz und Macron in einem …

28.05.2022
von Dominik Lessmeister
Videolänge
Archiv: Ukrainische Soldaten der 103. Separaten Brigade der Territorialverteidigung der Streitkräfte feuern ihre Waffen während einer Trainingsübung an einem unbekannten Ort in der Nähe von Lwiw in der Westukraine

Nachrichten | heute 19:00 Uhr - Der Krieg weckt Erinnerungen 

Menschen sehen täglich Berichte über das Kriegsgrauen in der Ukraine. Bei denen, die beispielsweise den zweiten Weltkrieg erlebten, kann das alte Wunden wieder aufreißen.

28.05.2022
von Florian Kortschik
Videolänge
Wladimir Putin  im Kreml

Nachrichten | heute 19:00 Uhr - Scholz-Telefonat mit Putin 

Der russische Präsident Putin ließ sich nicht von einem Waffenstillstand überzeugen. Er warnt weiterhin vor Waffenlieferungen, die Großoffensive in der Ostukraine setzt er fort.

28.05.2022
von Luten Leinhos
Videolänge
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