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Letzte große Rede im Amt : Boris Johnson: Atomkraftwerk zum Abschied

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Bei seiner letzten großen Rede im Amt kündigte Johnson 700 Millionen Pfund für den Bau eines neuen AKWs an. Für ihn die Fortsetzung einer klimaverträglichen Energiepolitik.

Boris Johnson am 01.09.2022 in Sizewell
Boris Johnson kündigte in seiner letzten großen Rede an, den Bau eines Atomkraftwerkes zu unterstützen.
Quelle: Reuters

Der scheidende britische Premierminister Boris Johnson hat für den Bau eines Atomkraftwerks im Osten Englands 700 Millionen Pfund Unterstützung durch die Regierung zugesagt. Das teilte Johnson in seiner letzten großen Rede als Regierungschef am Donnerstag mit.

Die britische Regierung will damit die Abhängigkeit von Öl- und Gaseinfuhren weiter senken und auf billigere und sauberere Energie aus dem Inland setzen. Bis 2030 sollen 95 Prozent des Bedarfs aus klimaverträglichen Quellen kommen. Dazu zählt laut Johnson auch Atomkraft.

Betreiber: AKW soll 60 Jahre klimaverträgliche Energie liefern

Bau und Betrieb von Kernkraftwerken sähen zwar immer vergleichsweise teuer aus, aber im Vergleich zur gegenwärtigen Nutzung von Kohlenwasserstoffen für die Energiegewinnung seien sie auf jeden Fall billiger, so Johnson.

Nach vielen Skandalen und wochenlangem Druck gibt Boris Johnson auf – und tritt zurück, zumindest als Parteivorsitzender.

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Das im Juli von der Regierung gebilligte Atomkraftwerk namens Sizewell C soll an der Küste von Suffolk gebaut werden und 20 Milliarden Pfund (rund 23,2 Milliarden Euro) kosten. Einen Teil der Summe trägt der französische Energiekonzern EDF, der versprach, die Anlage werde mindestens 60 Jahre lang klimaverträgliche Energie liefern.

Johnson sieht sich als Vorreiter beim Schutz des Planeten

Johnson verwies auf die wegen des Krieges in der Ukraine gestiegenen Energiepreise und gab sich pathetisch: "Ich sage Ihnen mit dem prophetischen Freimut und der Klarheit eines Mannes, der kurz davor steht, die Fackel des Amtes zu übergeben: Setzen Sie auf Atomkraft, kommen Sie groß heraus und setzen Sie auf Sizewell C."

Noch im letzten Jahr kündigte Johnson an, das Vereinigte Königreich solle zum "Saudi-Arabien der Windkraft" werden. Als Gastgeber des Weltklimagipfels setzte er sein Land im vergangenen Jahr als Vorreiter beim Schutz des Planeten in Szene und appellierte an die Weltgemeinschaft: "Lasst uns diese Bombe entschärfen."

Liz Truss und Rishi Sunak, Konkurrenten um den Partei-Vorsitz der Tories und um die Nachfolge von Premier Johnson, traten heute in ihrer ersten TV-Debatte gegeneinander an. Im unerbittlichen Wahlkampf attackieren sie sich vermehrt mit scharfen Worten.

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Energiepreise für viele Briten ein Problem

Viele Menschen in Großbritannien sehen angesichts steigender Gas- und Strompreise Probleme, ihre Häuser im Winter warm zu bekommen. Knapp die Hälfte der Menschen in Großbritannien könnte finanziell an ihre Grenzen stoßen. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Opinium hervor.

Demnach sagen 45 Prozent der Befragten, sie könnten sich den zum 1. Oktober für einen durchschnittlichen Haushalt auf umgerechnet rund 4.100 Euro jährlich gestiegenen Preisdeckel nicht mehr leisten. Mit einem konkreten Plan der Regierung wird aber erst nach dem 5. September gerechnet, wenn die Nachfolge Johnsons geklärt ist. Außenministerin Liz Truss, die als Favoritin gilt, kündigte bis lediglich "umgehende Hilfe" an. Johnson war im Juli zurückgetreten.

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