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Nach Corona-Kabinett : Bund verteidigt Impfstoff-Beschaffung der EU

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Nach dem ersten Corona-Kabinett zeigt die Bundesregierung sich überzeugt, den richtigen Weg gewählt zu haben. Regierungssprecher Seibert verteidigte auch die Impf-Strategie.

Regierungssprecher Steffen Seibert. Archivbild
Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die Bundesregierung hat die Impfstoff-Beschaffung über die EU gegen Kritik verteidigt. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte in der Bundespressekonferenz:

Wir sind überzeugt, dass das der richtige Weg war und ist.
Regierungssprecher Seibert

Und er ergänzte: "Ja, die Ungeduld, die viele Fragen, die Bürger jetzt stellen, sind verständlich."

Seibert: EU-Zusammenhalt in Pandemie wichtig

Zwar hätte Deutschland zunächst mit drei anderen EU-Ländern eine Impf-Allianz gestartet, die aber offen für weitere Staaten gewesen sei, so Seibert. Da sich daran immer mehr beteiligen wollten, habe man im Juni 2020 das Vorhaben dann der EU insgesamt übergeben. Diese habe auch mehr Verhandlungsmacht. Doch der europäische Zusammenhalt habe sich gerade in der Pandemie als wichtig erwiesen.

Seibert räumte - auch mit Blick auf die Umsetzung der Impfstrategie in den Bundesländern - ein, "dass es derzeit noch nicht an allen Stellen optimal läuft". In diesem Geiste werde Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch am Dienstag die Gespräche mit den Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise führen.

Gesundheitsministerium: Genug Impfstoff bis Ende März

Die Kritik, die Bundesregierung habe zu wenig Impfstoff eingekauft, wies der Sprecher des Bundesministeriums für Gesundheit, Hanno Kautz, zurück. Es gebe genug Impfstoff für Deutschland bis Ende März. Das Problem sei nicht die Bestellmenge, sondern die Produktionskapazität. "Dass es jetzt, am Anfang, knapp sein würde mit dem Impfstoff, das war von Anfang an klar."

Bezüglich der bisher niedrigen Zahl an Geimpften wies Kautz darauf hin, dass das Impfen der ersten, der vulnerabelsten, Gruppe aufwändiger sei: Bewohner in Pflegeeinrichtungen müssten über mobile Teams geimpft werden. In den Impfzentren könnte dann schneller geimpft werden.

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Es bleibt also entscheidend Neuinfektionen, wie immer möglich, zu vermeiden.
Steffen Seibert

Die aktuelle Lage der Neuinfektionen lasse sich derzeit nicht genau beschreiben, fügt Seibert mit Verweis darauf hinzu, dass wegen der Feiertage die gemeldeten Fälle lückenhaft sein dürften.

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