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Coronavirus und Brexit - Briten befürchten Versorgungsengpässe

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Grenzen dicht, Flugverkehr gestoppt: Zum Brexit-Chaos kommt nun auch noch eine neue Coronavirus-Variante hinzu, die den Warenverkehr nach England zum Erliegen bringt.

Die mutierte Variante des Coronavirus soll um 70 Prozent ansteckender sein als das ursprüngliche Virus.

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In England breitet sich eine neue Coronavirus-Variante aus. Um eine weitere Ausbreitung nach Europa zu verhindern, werden Grenzen geschlossen und der Flugverkehr gestoppt. Angesichts geschlossener Grenzen und unterbrochenener Fährverbindungen warnen britische Verbände vor Versorgungsengpässen. "Das ist eine Hauptversorgungsroute für frische Produkte in dieser Jahreszeit", sagte der Lebensmittelexperte des Handelsverbandes BRC, Andrew Opie einer Mitteilung zufolge.

Neue Coronavirus-Variante und Brexit machen Briten Sorgen

Nur wenige Fuhrunternehmen würden die Gefahr eingehen, ihre Fahrer nach Großbritannien zu schicken - ohne eine Garantie, dass diese wegen des Coronavirus auf den Kontinent zurückkehren können. Der Chef des Transportverbands RHA, Richard Burnett, sagte am Montag dem Sender BBC Radio 4, der Transport von frischen und verderblichen Waren sei nun die größte Herausforderung.

Nach dem Ausbruch einer mutierten Variante des Corona-Virus in England verhängen immer mehr Länder Einreisesperren. ZDF-Korrespondentin Diana Zimmermann berichtet, was das für das Land bedeutet.

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Der BRC forderte die britische Regierung und die EU auf, sobald wie möglich eine pragmatische Lösung zu finden, um Störungen bei Lieferungen zu Weihnachten möglichst zu vermeiden. Derzeit seien die Lager gefüllt.

Aber jede längere Schließung der französischen Grenze wäre ein Problem.
Andrew Opie, Lebensmittelexperte

Normalerweise würden in der Vorweihnachtszeit etwa 10.000 Lastwagen täglich den Ärmelkanal überqueren.

Johnson beruft wegen neuer Corona-Mutation Krisensitzung ein

Premierminister Boris Johnson hat für Montag ein Krisentreffen der Regierung einberufen. Dabei soll geklärt werden, wie der Warenfluss gewährleistet werden kann.

Frankreich und andere EU-Staaten haben wegen der raschen Ausbreitung der neuen Corona-Variante die Grenzen zum Vereinigten Königreich geschlossen. Damit können Lastwagen nicht mehr über den Ärmelkanal gelangen.

Hafen Dover und Eurotunnel geschlossen

Wegen des Weihnachtsgeschäfts, großer Lieferungen von Medizin- und Pflegeprodukten infolge der Corona-Pandemie und der Ungewissheit über den Ausgang der Brexit-Verhandlungen herrscht ohnehin bereits seit vielen Tagen ein Lastwagenchaos auf den Zufahrten zum Ärmelkanal. Der Hafen Dover und der Eurotunnel sind seit der Nacht zum Sonntag geschlossen.

Die in Großbritannien zirkulierende Corona-Mutation ist nach britischen Behördenangaben bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Variante - über die Folgen berichtet unser ZDF heute journal:

Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, haben mehrere EU-Länder den Reiseverkehr eingeschränkt.

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